Wasserstoff als alternativer Kraftstoff Das Servicekonzept des H2-Verbrennungsmotors

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 2 min Lesedauer

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Noch in diesem Jahr will Keyou die ersten acht von Diesel- auf Wasserstoffbetrieb umgerüsteten Lkw ausliefern. Höchste Zeit also, um Details des angepassten Servicekonzepts zu erfahren.

Beim zunächst genutzten Motoröl handelt es sich um das Einfahröl Shell HD 2140. Im Bild: Keyou-Mitarbeiter Günther Thalmeier.(Bild:  Diehl – VCG)
Beim zunächst genutzten Motoröl handelt es sich um das Einfahröl Shell HD 2140. Im Bild: Keyou-Mitarbeiter Günther Thalmeier.
(Bild: Diehl – VCG)

Das Münchener Start-up Keyou rüstet neue und gebrauchte Lkw mit Dieselmotor auf den Betrieb mit Wasserstoff um. Vereinfacht ausgedrückt, wird aus dem vorherigen Selbstzünder mit innerer Gemischbildung ein Fremdzünder mit äußerer Gemischbildung. Zündmodule nehmen die Plätze der Injektoren ein, die nun im Ansaugtrakt sitzen. Nachdem das Unternehmen kürzlich verkündete, die ersten acht Lkw noch in diesem Jahr auszuliefern, fragte »kfz-betrieb« nach Details des Servicekonzeptes wie Intervalle und Umfänge.

Das zeitbezogene Motoröl-Wechselintervall beträgt zunächst nur vier Monate. Dem zugrunde liegt diese Rechnung: sechs Betriebstage pro Woche à 300 Kilometer mal zwölf Wochen gleich 21.600 Kilometer. Für einen Lkw ist das wenig. Doch für Keyou startet mit dem realen Betrieb der umgebauten Fahrzeuge auch eine Phase des Datensammelns, regelmäßige Motorölanalysen inklusive. „Die Ölwechselintervalle werden nur bei den ersten acht Fahrzeugen so klein sein, später werden die Abstände größer. Dafür arbeiten wir nicht nur mit Shell, sondern auch mit anderen namhaften Herstellern zusammen, um den höchstmöglichen Wirkungsgrad und die bestmögliche Performance zu erreichen und die Wechselintervalle langfristig so groß wie möglich zu gestalten“, war vom Unternehmen zu erfahren.