»kfz-betrieb« Auto-Check: Bentley Continental GT W12

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Doch zurück zum Continental GT W12. Der Zwölfzylinder-Twinturbo-Motor verfügt über 590 PS und Zylinderabschaltung. Letztere deaktiviert bei gemäßigtem Leistungsabruf sechs der zwölf Zylinder, was den Verbrauch reduziert. Den städtischen Benzindurst gibt Bentley mit 21,9 Litern an. Außerorts werden laut Hersteller 9,8 Liter fällig. Kombiniert sind das laut Herstellerangaben 14,2 Liter, bei einem CO2-Ausstoß von 330 g/km (kombiniert).

Diese Werte können wir so nicht bestätigen. Innerstädtisch waren es zwei Liter mehr, auf der Autobahn genehmigte sich der Wagen deutlich über 16 Liter. Aber da man so ein Auto wirklich nicht alle Tage zum Ausfahren bekommt, war dem Testfahrer der Verbrauch in diesem Fall ziemlich egal. Wer einen Bentley Continental GT W12 dauerhaft fahren möchte, macht den Kauf ganz sicher nicht von zwei Litern Kraftstoffverbrauch rauf oder runter abhängig.

Bentley Continental GT W12: Sündhaft teurer Blickfang
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Und auch wir wollen bei diesem Auto keine Kraftstoffverbrauchsdiskussion anzetteln. Vielmehr gilt es, Platz zu nehmen und das Interieur zu genießen. Die rot-beige Innenausstattung ist eine Augenweide. Längs ausgeführte Nähte auf allen vier Sitzplätzen und Sitzbezüge in feinstem Semianilin-Leder inklusive gesticktem Bentley-Logo, das allein sorgt schon für ein besonderes Ambiente. Es bleibt nur eine einzige Frage offen: Wer bitteschön möchte in diesem Auto auf den Fondsitzen Platz nehmen?

Beschleunigung wie beim Airbus-Start

Apropos Platz nehmen: Auf dem Fahrersitz macht das ausgesprochen viel Freude. Schließlich gehört auf dreispurigen Autobahnen dem Fahrzeuglenker die linke Spur. Die Beschleunigung erinnert einen an den Airbus-Start beim letzten Abflug auf die Kanaren. Zu Glück bleibt beim Continental GT W12 jedoch das Abheben aus. Dafür sorgen das Fahrwerk sowie die geistige Fähigkeit des Fahrzeuglenkers, physikalische Grenzen zu akzeptieren. Aussteigen möchte man aus diesem Auto zu keiner Zeit, doch leider musste der Testwagen wieder zurück zum Hersteller.

Fazit: Der Umstieg auf das Alltagsauto fällt bereits nach wenigen Stunden Fahrt mit einem Bentley Continental GT W12 alles andere als leicht. Der rund 200.000 Euro teure Testwagen wird ganz sicher dauerhaft im Gedächtnis bleiben – nicht nur wegen seines Verkaufspreises. Das Auto hatte für 38.655 Euro Sonderausstattungen an Bord, mit 10.825 Euro verbuchte die Carbon-Bremsanlage den größten Anteil für sich. Wer jetzt denkt, für diese Beträge kaufen normale Menschen ein Auto – ja, das stimmt. Aber der Bentley Continental GT W12 ist auch nicht für Durchschnittsverdiener gedacht. Wie sagte der eingangs erwähnte Bäckermeister doch: Dieses Auto ist für das nächste Leben. Recht hat er. Weiterträumen ist erlaubt!

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