»kfz-betrieb«-Auto-Check: BMW 320d M Sport
Die 3er-Limousine von BMW überrascht an vielen Stellen. Für Freude am Fahren sorgen Fahrwerk und Dieselmotor. Ein erster Aha-Effekt tritt bereits beim Platznehmen ein.

Auch wenn durch den anhaltenden SUV-Boom der Stellenwert von Limousinen in Deutschland ein anderer als noch vor einigen Jahren ist: Weltweit hat die 3er-Limousine für BMW eine nach wie vor große Bedeutung. Rund um den Globus wurden bisher mehr als 15 Millionen Einheiten vom Stufenheckmodell abgesetzt.
Verständlicherweise bezeichnet der Hersteller dieses Modell als „Herz der Marke“. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass die 3er-Limousine seit der ersten Modellgeneration im Jahr 1975 ununterbrochen am Münchner Stammsitz vom Band läuft. Für den chinesischen Markt wird das Auto mittlerweile jedoch in Shenyang produziert.
Im dortigen, vom Joint Venture BMW Brilliance Automotive (BBA) betriebenen Werk Tiexi, wurde bereits das Vorgängermodell gefertigt. Anfang Juni dieses Jahres kam als weiterer Produktionsstandort das neu errichtete BMW-Werk San Luis Potosí in Mexiko hinzu.
Außen zeigt der neue 3er klare Kante
Doch zurück zur neuen 3er-Limousine: Im Oktober 2018 präsentierten die Münchner im Rahmen des Pariser Autosalons ihre siebte Fahrzeuggeneration. Die Markteinführung erfolgte in Deutschland im März 2019. Kürzlich stellte uns der Hersteller einen 320d in der Ausstattungsvariante „M Sport“ für Testfahrten zur Verfügung.
Auf den ersten Blick fällt auf, dass die siebte Generation zwar unverkennbar ein 3er BMW ist. Jedoch zeigt der neue Dreier mehr klare Kante als je zuvor. Das Design ist alles andere als langweilig. Der dynamischere Auftritt resultiert gegenüber dem Vorgängermodell aus 76 Millimetern mehr Länge (4.709 Millimeter), 16 Millimetern mehr Breite (1.827 Millimeter) und lediglich einem Millimeter (1.442 Millimeter) mehr Höhe.
Direkten Einfluss auf das Fahrverhalten haben laut BMW der um 41 Millimeter verlängerte Radstand (2.851 Millimeter) sowie die vorn um 43 Millimeter und hinten um 21 Millimeter erhöhten Spurweiten. Entsprechend breit und flach wirkt die Frontpartie der neuen 3er-Limousine. Auffällig sind neben der langen Motorhaube vor allem die vielen Konturen und Kanten rund um das Auto. Das Design der neuen 3er-Limousine ist alles andere als langweilig. Einen großen Schritt ist der Hersteller auch in Sachen Fahrzeuggewicht gegangen.
Im Vergleich zum Vorgängermodell wiegt die Rohkarosse laut BMW rund 20 Kilogramm weniger. Erstmals sind die vorderen Federstützen und der Motorträger der 3er-Limousine aus Aluminium. Allein dadurch fällt die Karosseriestruktur um rund 7,5 Kilogramm leichter aus als beim Vorgängermodell. Eine weitere Gewichtsreduzierung um fast 15 Kilogramm resultiert daraus, dass die Motorhaube und die vorderen Seitenwände jetzt aus Aluminium bestehen. Je nach Modellvariante ist die neue 3er-Limousine laut Herstellerangaben um bis zu 55 Kilogramm leichter als das entsprechende Vorgängermodell.
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