»kfz-betrieb« Auto-Check: Citroën Berlingo

Autor Christoph Seyerlein

Der Citroën Berlingo ist ein wahres Raumwunder: Neben einem großzügigen Kofferraum bietet er im Innenraum selbst in den entlegendsten Ecken noch Ablageflächen. Das bringt viele Vorteile mit sich, birgt aber auch eine Gefahr.

Citroën hat seinen Berlingo zuletzt im Frühjahr 2015 aufgefrischt.
Citroën hat seinen Berlingo zuletzt im Frühjahr 2015 aufgefrischt.
(Bild: Seyerlein / »kfz-betrieb«)

Seit knapp eineinhalb Jahren bewirbt Citroën seine Autos mittlerweile mit dem Slogan „le car, le caractère“. Man wolle damit zum Ausdruck bringen, wofür die Marke stehe, sagte Marketing-Direktor Marc Bénier bei der Einführung der neuen Marketingkommunikation: „Mutige, innovative Fahrzeuge mit einer starken Persönlichkeit.“

Mutig, innovativ, persönlichkeitsstark – ehrlich gesagt waren das nicht die naheliegendsten Attribute, die uns in den Sinn kamen, als wir den Citroën Berlingo zur Testfahrt entgegennahmen. Eher schon funktional, praktisch oder familienfreundlich. Und genau das ist der Berlingo auch, den die Franzosen im Frühjahr 2015 überarbeitet haben. Üppiges Platzangebot geht hier klar vor große Designkunst.

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Den Kunden scheint es trotzdem zu gefallen: Im Segment der „Hochdachkombis“, im Fachjargon auch „Utilities“ genannt, fährt der Berlingo laut KBA-Zulassungsstatistik hierzulande ziemlich regelmäßig den zweiten Platz hinter dem Platzhirsch VW Caddy ein. Den VW Transporter, den die Behörde ebenfalls vor dem Berlingo einordnet, zählen wir eher zu den Bussen als zu Hochdachkombis. Im Mai 2016 erreichte der Berlingo in Deutschland mit 893 neu registrierten Modellen einen Marktanteil von immerhin 7,4 Prozent bei den Utilities. Gerade das Facelift im vergangenen Jahr scheint sich für Citroën auszuzahlen, schnellten die Verkäufe des Berlingo zwischen Januar und Mai 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum doch um beachtliche 27 Prozent nach oben.

Zur Probefahrt stellte uns Citroën den Berlingo in der Version Multispace Blue HDi 120 zur Verfügung. Beim ersten Betrachten fielen direkt die vielen Glasflächen im Himmel des Hochdach ins Auge, das „Modutop“ gibt es aber nur gegen einen Aufpreis. Dafür erhöht sich durch diese Form der Sonderausstattung nicht nur der Lichtanteil für die Mitfahrer, auch den Ablagefächern über den Köpfen kommt das Modutop zugute.

Einfache Bedienung mit kleinen Eigenheiten

Ansonsten ist die Innenausstattung aber eher nichts für Ästheten. Praktisch die komplette Verkleidung besteht aus Hartplastik. Dafür ist das Armaturenbrett schön aufgeräumt, in der Mitte gibt es nun einen Sieben-Zoll Touchscreen. Er steuert Navigation und Multimedia, dient als Bordcomputer und bietet eine Schnittstelle zum Smartphone. Die Bedienung ist zumeist simpel, wenn auch mit einigen Eigenheiten versehen. So lässt sich die Lautstärke des Soundsystems beispielsweise nicht über ein Rad regeln, sondern über zwei Knöpfe über dem Bildschirm, die man erst einmal entdecken muss. Ebenfalls gut versteckt: Die Bedienelemente für Extras wie beispielsweise den Tempomaten hinter dem Lenkrad.

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