»kfz-betrieb« Auto-Check: DS 7 Crossback – Haute Couture auf vier Rädern

Autor Julia Mauritz

Das Edel-SUV ist das erste komplett eigenständige Modell der französischen Nobelmarke und das ideale Fahrzeug für designverliebte Individualisten, die sich im Auto fühlen wollen wie im Showroom einer Pariser Edelboutique.

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Der DS 7 Crossback ist das erste komplett eigenständige Modell der französischen Premiummarke.
Der DS 7 Crossback ist das erste komplett eigenständige Modell der französischen Premiummarke.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Der Markt für Premium-SUVs ist dicht besetzt: Hat da ein Modell wie der neue DS 7 Crossback überhaupt noch Platz? Ja, lautet die klare Antwort. Für designverliebte Individualisten, die Wert auf einen eleganten und bis ins kleinste Detail durchgestylten Innenraum legen und die gleichzeitig für viel Luxus nicht allzu tief in die Tasche greifen wollen, kommt das französische Modell, das die neue DS-Generation einläutet, wie gerufen. Je nach Ausstattungsversion liegen die Preise zwischen 31.490 und 43.090 Euro.

Während sich das Außendesign mit Ausnahme des dominanten Kühlergrills und der schmalen, skulpturalen Rückleuchten in schlichter Zurückhaltung übt, konnten sich die Interieurdesigner im französischen Edel-SUV nach Herzenslust austoben. Das Rauten- bzw. Diamantenmotiv ist schlichtweg allgegenwärtig: angefangen beim digitalen Cockpit über die Bedienelemente und die Regelung der Lüftung bis hin zu den Lederpolstern und den Türverkleidungen. Dazu kommt ein Lichtdesign, das in Wettbewerbsmodellen seinesgleichen sucht.

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Der Fahrer kann zwischen verschiedenen Ambientebeleuchtungen wählen, die den Innenraum tatsächlich in ein komplett anderes Licht rücken. Wer das Auto nachts öffnet oder schließt, kann sich über ein Spektakel der besonderen Art freuen: Dann drehen sich die beweglichen LED-Scheinwerfer scheinbar tanzend um ihre eigene Achse. Und sobald man den gut versteckten Start-Knopf für den Motor gefunden hat, dreht sich die Uhr, die von der französischen Manufaktur B.R.M. stammt, um 180 Grad. Was gewollt und leicht kitschig klingt, wirkt im französischen Edel-SUV stimmig.

Trotz der zahlreichen Funktionen, die beim getesteten Kompaktklasse-SUV der luxuriösen Ausstattung Rivoli mit an Bord waren, wirkt das Interieur nicht überfrachtet: Dazu tragen vor allem die beiden 12 Zoll großen Displays im Cockpit und in der Mittelkonsole bei. Über Letzteres lässt sich ein Großteil der Funktionen steuern – wenngleich die Bedienlogik nicht immer wirklich selbsterklärend ist.

Fokus auf Komfort

Alles in allem ist der DS7 der perfekte Langstreckenbegleiter: Die ergonomischen Sitze sind wohnzimmertauglich, das Platzangebot für die Insassen üppig, der Kofferraum schluckt respektable 555 Liter und der Geräuschpegel im Innenraum ist erfreulich gering. Dazu kommt eine große Auswahl an aktiven Sicherheitssystemen – wobei vor allem das Nachtsichtsystem hervorzuheben ist. Es erkennt sowohl Fußgänger als auch Tiere, selbst wenn sie noch 100 Meter vom Fahrzeug entfernt sind. Neben einer akustischen Warnung werden sie auf dem Display farbig hervorgehoben.

Der getestete 133 kW/180 PS starke 2,0-Liter-Diesel, der die Euro-6d-Temp-Norm erfüllt und im Testwagen mit einem Achtgang-Automatikgetriebe kombiniert war, meisterte seine Aufgabe souverän. In 9,4 Sekunden beschleunigt der DS Crossback mit diesem Antrieb ohne zu murren auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 215 km/h. Bei den Testfahrten lag der durchschnittliche Verbrauch bei knapp sieben Litern. Gewöhnungsbedürftig ist im DS7 lediglich das Fahrwerk – vor allem wenn man den Comfort-Fahrmodus wählt: Dann fühlt man sich ein wenig wie in einer Schiffsschaukel – der luxuriösen Art natürlich.

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