Kfz-Gewerbe Hessen Klares Nein zu hohen Parkgebühren

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Mit einem „klaren Nein“ haben Vorstand und Geschäftsführung des hessischen Kraftfahrzeuggewerbes auf Pläne der Umwelthilfe reagiert, höhere Parkgebühren und Parkbeschränkungen in 324 Städten zu fordern.

Der Streit um größere Fahrzeuge, die beim Parken in den Innenstädten mehr Platz benötigen, beschäftigt auch das Kfz-Gewerbe Hessen. Die DUH fordert für SUVs höhere Parkgebühren.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der Streit um größere Fahrzeuge, die beim Parken in den Innenstädten mehr Platz benötigen, beschäftigt auch das Kfz-Gewerbe Hessen. Die DUH fordert für SUVs höhere Parkgebühren.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Für große Fahrzeuge wie SUVs sollen höhere Parkgebühren gezahlt werden – nach Möglichkeit sollen sie sogar ganz aus den Innenstädten verschwinden. Gegen die Pläne der Deutschen Umwelthilfe (DUH) stimmten Vorstand und Geschäftsführung des hessischen Kfz-Gewerbes mit einem „klaren Nein“. Mit den Anträgen fordert die DUH in 324 Städten höhere Parkgebühren, gestaffelt nach der Größe der Fahrzeuge. Zudem solle kontrolliert werden, ob geparkte Fahrzeuge über markierten Flächen hinausragen.

Michael Kraft, Präsident des Kfz-Landesverbands Hessen, sagte, diesen „Forderungen fehlt jegliche sachlich fundierte Basis“. Es gehe vielmehr weiterhin um die Umsetzung von Ideologien gegen das Auto.

Werden die Pläne der Pariser Stadtverwaltung umgesetzt, müssten die betroffenen Autofahrer für eine Stunde im Zentrum von Paris 18 Euro statt wie bisher 6 Euro bezahlen. Laut der Deutschen Presseagentur würden für sechs Stunden Parken im Zentrum sogar 225 Euro fällig. Noch sei nicht bekannt, wie die unterschiedlichen Parkgebühren für die einzelnen Fahrzeuge kontrolliert werden sollen. Am Parkautomaten müsse man aktuell lediglich das Kennzeichen des Fahrzeugs eingeben.

Die meisten SUVs sind klein oder mittelgroß

Der hessische Kfz-Verband wehrt sich gegen diese Pläne nach dem Pariser Vorbild. Laut Statistik liegt der bundesweite SUV-Anteil lediglich bei 12,2 Prozent am gesamten Pkw-Bestand. Davon sind die meisten kleine und mittlere SUVs. „Die DUH spricht von Monster-SUVs, die unsere Städte zerstören würden. Das ist absolut überzogen und populistisch“, sagte Kraft.

Aktuell hat die Umwelthilfe in Hessen 33 Städte ins Visier genommen. Dies sind Bad Hersfeld, Bad Nauheim, Bad Vilbel, Bensheim, Butzbach, Dietzenbach, Eppstein, Friedberg, Friedrichdorf, Gelnhausen, Griesheim, Groß-Umstadt, Heppenheim, Kaufungen, Kelkheim (Taunus), Langen, Limburg an der Lahn, Neu-Isenburg, Taunusstein und Wetzlar.

Bereits im Juni sind die Anträge für die Städte Bad Homburg, Darmstadt, Frankfurt am Main, Fulda, Gießen, Hanau, Hofheim am Taunus, Kassel, Marburg, Oberursel, Offenbach, Rüsselsheim und Wiesbaden gestellt worden.

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