EU-Parlament Brüssel lässt keine E-Fuels für Nutzfahrzeuge zu

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Das Kfz-Gewerbe kritisiert die Entscheidung des EU-Parlaments, bei den Nutzfahrzeugemissionen keine synthetischen Kraftstoffe zu berücksichtigen. Die Ablehnung des Carbon Correction Factor hält das Kfz-Gewerbe für falsch.

Die Berücksichtigung des Carbon Correction Factor bei der Berechnung der Emissionen von Nutzfahrzeugen lehnt das EU-Parlament ab. Damit wird der Weg, Lkw mit klimaneutralen Biokraftstoffen und E-Fuels fahren zu lassen, erst einmal nicht frei gemacht. Brüssel habe damit eine Chance für den Klimaschutz vertan, kritisiert der ZDK.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Berücksichtigung des Carbon Correction Factor bei der Berechnung der Emissionen von Nutzfahrzeugen lehnt das EU-Parlament ab. Damit wird der Weg, Lkw mit klimaneutralen Biokraftstoffen und E-Fuels fahren zu lassen, erst einmal nicht frei gemacht. Brüssel habe damit eine Chance für den Klimaschutz vertan, kritisiert der ZDK.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Keine Berücksichtigung von synthetischen oder Biokraftstoffen bei der Berechnung der Emissionsgrenzen von Nutzfahrzeugen – das entschied am Donnerstag das Europäische Parlament am Donnerstag.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zeigt sich enttäuscht über die Entscheidung des Europäischen Parlaments, auch bei der finalen Abstimmung zur Begrenzung von Nutzfahrzeugemissionen den Carbon Correction Factor (CCF) abzulehnen. „Das ist ein erheblicher Rückschlag auf dem Weg hin zu einer klimaneutralen Verkehrswende, weil dadurch dem Einsatz von fortschrittlichen Biokraftstoffen und synthetischen E-Fuels nicht nachvollziehbare Hindernisse in den Weg gestellt werden“, so ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel.

Allerdings verpflichte das Gesetz die Europäische Kommission, sich mit synthetischen Kraftstoffen für Nutzfahrzeuge zu befassen. Gemäß der Vereinbarung zwischen den Regierungen und den Abgeordneten des Europäischen Parlaments werde die Kommission prüfen, ob sie innerhalb des nächsten Jahres einen Vorschlag für die Zulassung schwerer Nutzfahrzeuge, die nur mit E-Kraftstoffen betrieben werden, vorlegen soll.

„Dies ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Doch ohne den Carbon Correction Factor, der auch die Tür für Biokraftstoffe geöffnet hätte, wird diese Lösung in der Praxis nur schwer durchführbar sein“, befürchtet Scheel. Technologieoffene Maßnahmen seien erforderlich, um die Flottenemissionen schnell und effektiv zu reduzieren. Sonst komme der Klimaschutz im Straßengüterverkehr nicht voran.

Der ZDK werde sich daher auch weiterhin sowohl in Berlin als auch in Brüssel dafür einsetzen, technologieoffene Lösungen zu fördern und die notwendigen Rahmenbedingungen für nachhaltige Mobilität zu schaffen, so Scheel.

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