Kfz-Innung Nürtingen feiert 50-Jähriges
Seit 50 Jahren gibt es die Kfz-Innung Nürtingen-Kirchheim. Knapp die Hälfte der Zeit prägte Konstantin Lepadusch als Obermeister die Entwicklung. Im Jubiläumsjahr stand er nicht mehr zur Wahl. Ein Abschied mit viel Ehr.
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Großes Jubiläum bei der Kfz-Innung Nürtingen-Kirchheim unter Teck: Die Kfz-Innung kann auf ein halbes Jahrhundert zurückblicken. Zu Beginn sprachen die Autohändler kein Wort miteinander, erinnert sich Ehrenobermeister Gerhard Hausmann. „Das waren alles Feinde!“
Aber das hat sich schnell geändert. Die Zweckgemeinschaft wuchs zusammen: Statt der ursprünglich 40 Betriebe zählt die Kfz-Innung nun 102 Mitglieder. Die Stärke der Innung ist die Interessenvertretung vor Ort und die Nähe zu den Mitgliedern; das war nicht zuletzt auch der entscheidende Punkt bei der Gründung. Dabei hat der Mitgliedernutzen oberste Priorität.
„Wir haben nicht nur das im Blick, was kommt, sondern auch das, was kommen könnte“, fasst der scheidende Obermeister Konstantin Lepadusch den Anspruch zusammen. Der Blick voraus und die Nähe zu den Mitglieder spielt auch für die weitere Ausrichtung der Innung eine wichtige Rolle. Statt auf Fusionen setzt sie auf Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. So hat sie jüngst beim Thema Schiedsstelle eine Kooperation mit der Kfz-Innung Göppingen geschlossen.
Im Jubiläumsjahr endete turnusgemäß die Amtszeit von Obermeister Lepadusch. Nach 20 Jahren an der Spitze der Innung und 30 Jahren im Vorstand stellte er sich nicht mehr zur Wiederwahl. Seine Nachfolge tritt Karl Boßler an, dem Hansjörg Russ als Stellvertreter zur Seite steht.

Boßler will den Schwerpunkt seiner Amtszeit auf die Ausbildung legen. Zwar haben die Meisterbetriebe der Kfz-Innung noch keine Sorgen, qualifizierte Nachwuchskräfte zu finden. Aber für Boßler ist klar: „Wir müssen dranbleiben.“ Daneben will er den Fokus auch auf Themen wie Daten, Datenschutz und Digitalisierung richten. „Wir dürfen uns nicht abhängen lassen.“
Dazu sollen Projekte wie der im Jubiläumsjahr initiierte Wettbewerb E-Rennkiste beitragen. Die Kfz-Innung hat alle Real- und Werkrealschulen im Umkreis zur Teilnahme aufgerufen, neun Schulen stellen nun ein Team. Von der Innung mit 250-Watt-Radnabenmotor, Steuerung, Ladegerät und Akku ausgestattet, gilt es für sie, eine E-Rennkiste zu bauen, bevor sie gegeneinander antreten.

In dem drei Jahrzehnten währenden ehrenamtlichen Engagement hat sich Lepadusch viel Ansehen für seine Tätigkeit erworben. Das wurde nun zum Abschied entsprechend gewürdigt: Die Kfz-Innung ernannte ihn zum Ehrenobermeister. Der Landesverband Baden-Württemberg zeichnete Lepadusch mit der Ehrennadel in Gold aus. Das Land Baden-Württemberg verlieh ihm die Staufermedaille – eine Auszeichnung des Ministerpräsidenten für herausragende ehrenamtliche Arbeit im Ländle.
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