Münchener Erklärung Kfz-Verbände wenden sich gemeinsam an die EU-Kommission

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Gestaltung der Mobilität ist ein Politikum geworden, Kurswechsel kosten Vertrauen und Geld. Nun fordern vier Kfz-Verbände länderübergreifend stabile Rahmenbedingungen von Brüssel.

Sind sich einig, dass Mobilität bezahlbar bleiben muss: (v.l.) ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel, Manfred Wellauer, AGVS, ZDK-Vizepräsident Detlef Peter Grün, Bianca Dvorak, WKO Fahrzeughandel, Julia Genetti, Kfz-Handwerk Südtirol, ZDK-Präsident Arne Joswig und ZDK-Vorstand Günter Friedl. (Bild:  Promotor)
Sind sich einig, dass Mobilität bezahlbar bleiben muss: (v.l.) ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel, Manfred Wellauer, AGVS, ZDK-Vizepräsident Detlef Peter Grün, Bianca Dvorak, WKO Fahrzeughandel, Julia Genetti, Kfz-Handwerk Südtirol, ZDK-Präsident Arne Joswig und ZDK-Vorstand Günter Friedl.
(Bild: Promotor)

Für eine nachhaltige und bezahlbare Mobilität setzen sich die vier automobilen Branchenverbände aus Österreich (WKO Fahrzeughandel/Kfz-Gewerbe), der Schweiz (AGVS), Italien/Südtirol (lvh.apa/Kfz-Handwerk) und Deutschland (ZDK) ein. Anlässlich des diesjährigen Branchentreffens in München verabschiedeten sie eine „Münchener Erklärung“ mit Forderungen an die nationalen Regierungen sowie an die EU-Kommission in Brüssel.

„Das Kfz-Gewerbe ist ein wichtiger Wirtschafts- und Innovationsmotor in Europa“, betont ZDK-Präsident Arne Joswig. „Dafür stehen in Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz 190.000 Werkstatt- und Handelsbetriebe mit ihren 940.000 Beschäftigten.“ Neue Antriebstechnologien erforderten von den Kfz-Betrieben regelmäßige Anpassungen und Innovationen. Dafür investierten sie erheblich in die technische Ausstattung sowie in Aus- und Weiterbildung. Wichtig seien daher verlässliche und planbare Rahmenbedingungen in den politischen Entscheidungen. „Nur so können wir Hand in Hand mit unseren Kundinnen und Kundinnen eine bezahlbare und nachhaltige Mobilität in Europa sicherstellen.“

Folgende Punkte sind der Münchener Erklärung direkt entnommen:

  • Nur eine intakte Infrastruktur sichert grenzüberschreitende Mobilität: Ein leistungsfähiges Straßennetz sowie der Erhalt und die Modernisierung sind Grundlage für Freizügigkeit und wirtschaftlichen Erfolg in Europa. Alle europäischen Hauptverkehrsadern müssen schnellstmöglich mit Ladepunkten für Pkw und Nutzfahrzeuge ausgestattet werden.
  • Die Bezahlsysteme an Ladesäulen sind zu harmonisieren, dass in allen europäischen Staaten die gegenseitige Anerkennung von Ladekarten gewährleistet ist.
  • Fairer und gleicher Wettbewerb für Werkstätten und Autohandel: Der Zugang zu Fahrzeugdaten muss auf europäischer Ebene durch einheitliche Rahmenbedingungen und eine sektorspezifische Regulierung sichergestellt sein.
  • Einheitliche Fördersysteme in Europa: Die Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor ist für den Handel und die Kunden effizienter durch eine europäisch abgestimmte Förderlandschaft für neue Technologien und nachhaltige Mobilität zu erreichen.
  • Motorisierte Individualmobilität der Zukunft braucht sowohl für den Bestand als auch für Neufahrzeuge einen Technologiemix aus allen CO2-neutralen Antriebstechnologien. Die Revision der CO2-Flottengrenzwerte ist auf das Jahr 2025 vorzuziehen und muss sämtliche CO2-neutralen Antriebstechnologien bei der Zielerreichung berücksichtigen und dabei auf die tatsächlichen Marktgegebenheiten in realistischer Weise Rücksicht nehmen.
  • Berufliche und akademische Ausbildung gleichstellen: Eine Gleichbehandlung der betrieblichen Ausbildung mit akademischen Ausbildungswegen muss gewährleistet sein.

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