Landesverband Schleswig-Holstein KI kann auch Kfz-Betriebe entlasten

Von Holger Zietz 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Welche Rolle kann die künstliche Intelligenz für die Verbandsarbeit im Kfz-Gewerbe spielen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Mitglieder des Landesverbands Schleswig-Holstein bei ihrer Versammlung in Kiel.

Abschied: Präsidentin Nina Eskildsen und Hauptgeschäftsführer Jan-Nikolas Sontag (r.) verabschiedeten Hans Mirwald (M.) nach gut 33-jähriger Mitarbeit im Landesverband Schleswig-Holstein in den Ruhestand. (Bild:  Zietz - VCG)
Abschied: Präsidentin Nina Eskildsen und Hauptgeschäftsführer Jan-Nikolas Sontag (r.) verabschiedeten Hans Mirwald (M.) nach gut 33-jähriger Mitarbeit im Landesverband Schleswig-Holstein in den Ruhestand.
(Bild: Zietz - VCG)

Der Landesverband Schleswig-Holstein nimmt das Thema künstliche Intelligenz (KI) ins Visier. Was können die Betriebe von der KI erwarten, welche Vorteile bietet sie ihnen? Zu diesem Thema sprach Martin Seydell, stellvertretender Geschäftsführer, im Kieler Verbandshaus.

Mit einem Team aus der Geschäftsstelle hatte er sich mit den Möglichkeiten der KI im Kfz-Betrieb auseinandergesetzt, darunter den Angeboten wie Chat GPT. Es gebe dann Vorteile, wenn die KI besser sei als der Mitarbeiter im Autohaus.

Setze ein Autohaus KI beispielsweise im Telefonservice ein, müsse sie mehr können, als nur zum richtigen Geschäftsbereich zu verbinden. Terminvereinbarungen müssten über sie möglich sein sowie die Verwaltung der Ersatzteile. Um die gesamte Bandbreite der KI im Autohaus zu prüfen, plant der Landesverband, einzelne Anwendungsmöglichkeiten zu ermitteln und zu testen. Seydell sieht durchaus Potenzial, Kfz-Betriebe mithilfe der KI in einzelnen Bereichen zu entlasten. Sobald die Ergebnisse seiner Recherche vorliegen, werde der Verband die Mitglieder darüber informieren.

Über das ablaufende Jahr sprach Präsidentin Nina Eskildsen. In Schleswig-Holstein hätten die Werkstätten ein gutes Jahr hinter sich, auch weil der Handel schwächele. „Die längere Haltedauer der Fahrzeuge macht sich positiv bemerkbar“, so Eskildsen. Die Werkstätten seien gut ausgelastet.

Im Handel laufe es dagegen nicht so positiv, die Zahlen lägen unter denen des Vorjahres. Die Kunden seien sehr zurückhaltend beim Kauf von Neuwagen, insbesondere auch bei den E-Autos.

Bittere Netzbereinigung durch Skoda

„Ein Schlag ins Kontor“ seien die Händlerkündigungen von Skoda gewesen, so Eskildsen. Die Netzbereinigung durch den Hersteller sei für viele betroffene Händler sehr bitter, da sie sich seit Jahren für die Marke eingesetzt hätten.

Über die Auswirkungen der Transformation der Branche für die Kfz-Werkstätten sprach Landesinnungsmeister Tim Schneider. Es kämen bereits erste Elektrofahrzeuge in die Werkstätten. Entsprechend stellten die Betriebe beim Ölgeschäft einen nennenswerten Rückgang fest.

Wie das aufgefangen werden könne, darüber sollten sich die Betriebe frühzeitig Gedanken machen. Nur mit einer Preiserhöhung sei das nicht auszugleichen, so Schneider.

Auch das Thema i-Kfz wurde angesprochen. Obgleich die Digitalisierung in aller Munde sei und die Betriebe ihre Prozesse umstellten – die öffentliche Verwaltung hinke stark hinterher, erklärte Geschäftsführer Jan-Nikolas Sontag. In Schleswig-Holstein sei keine einzige Zulassungsstelle in der Lage, in der nächsten Zeit eine Onlinezulassung anzubieten.

Zum Abschluss verabschiedete Sontag Hans Mirwald in den Ruhestand. Mirwald war unter anderem beim Verband für die hoheitlichen Aufgaben verantwortlich. Sontag und auch sein Vorgänger als Landesgeschäftsführer, Bernd Schweitzer, dankten Mirwald für gut 33 Jahre „zuverlässige, professionelle und hochloyale“ Mitarbeit beim Landesverband Schleswig-Holstein.

(ID:49804891)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung