Kia bringt 2020 ein Brennstoffzellenfahrzeug

Von Andreas Wehner

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Nach Hyundai will auch die koreanische Konzernschwester ein Modell mit Brennstoffzellenantrieb auf den Markt bringen – allerdings erst in fünf Jahren.

(Foto:  Kia)
(Foto: Kia)

Kia will 2020 ein Brennstoffzellenfahrzeug auf den Markt bringen. Das Auto ist Teil des Fünf-Jahres-Plans „Green Car Roadmap“, den der koreanische Autobauer jetzt vorgestellt hat. Demnach sollen bis 2020 elf Modelle mit unterschiedlichen Hybrid- oder Elektroantrieben auf den Markt kommen.

Zur Einführung des Brennstoffzellenmodells rechnet Kia mit einer Jahreskapazität von rund 1.000 Einheiten. Der Autobauer geht jedoch davon aus, dass diese Zahl mit wachsender Nachfrage nach derlei Fahrzeugen steigen wird. In welcher Fahrzeugklasse die Brennstoffzelle bei Kia an den Start gehen wird, ist bislang nicht bekannt.

Die Technologie ist bei dem koreanischen Konzern bereits fortgeschritten. Die Schwestermarke Hyundai hat bereits ein Brennstoffzellenauto auf den Markt gebracht. Der ix35 Fuel Cell wird in Kleinserie hergestellt und ist in Deutschland für rund 65.000 Euro erhältlich. Daneben bietet auch der japanische Konkurrent Toyota mit dem Mirai ein in Serie gebautes Brennstoffzellenmodell an.

Das geplante Kia-Modell soll die Brennstoffzellen-Technologie der nächsten Generation an Bord haben. Die Brennstoffzellen-Einheit, der so genannte Stack, soll bei dem geplanten Wagen laut Kia-Entwicklungsteam nur etwa die Größe eines 2-Liter-Verbrennungsmotors haben, über eine hohe Leistungsdichte verfügen und sich durch eine lange Lebensdauer auszeichnen. Im Vergleich zu aktuellen Stacks würden sich bei dieser Brennstoffzellen-Einheit der nächsten Generation das Volumen und das Gewicht um jeweils etwa 15 Prozent reduzieren, so Kia. Zugleich erhöhe sich die Effizienz um fünf Prozent und die Leistung um 10 Prozent. Das geplante Modell werde mit einer Tankfüllung über 800 Kilometer weit fahren können und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 170 Kilometern pro Stunde erreichen.

Der Erfolg der Brennstoffzelle wird vor allem auch vom raschen Aufbau eines Tankstellennetzes abhängen. Derzeit setzen sich in Deutschland zwei große Initiativen dafür ein: Die „Clean Energy Partnership“ und „H2 Mobility“. Sie wollen bis 2023 ein Netz mit 400 Stationen errichten. Bis Ende 2016 sollen es 50 sein.

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