184223,143357,143208 Kia-Händler üben Schulterschluss mit Importeur
Deutschlands Kia-Händler gehen auf Tuchfühlung mit dem Importeur. Trotz der „zuletzt sehr konstruktiven Zusammenarbeit“ mit Kia Motors Deutschland sind aber noch Wünsche offen.
Die deutschen Kia-Händler gehen nach einer Phase der Entfremdung wieder auf Tuchfühlung mit dem Importeur. „Wir freuen uns über die zuletzt sehr konstruktive Zusammenarbeit mit Kia Motors Deutschland (KMD)“, sagte der Vorsitzende des Kia-Händlerverbands, Andreas Jansen, auf der Jahreshauptversammlung des Verbands am vergangenen Samstag in Bonn. Der Importeur betrachte die Händler endlich wieder als „echte Partner“. Eng verbunden sei diese Wiederannäherung mit dem neuen KMD-Geschäftsführer Thomas Bade. „Er redet nicht nur über Partnerschaft, sondern handelt auch danach“, so Jansen.
Ähnlich positiv fiel die Bilanz zur Verbandsarbeit des vergangenen Jahres aus. Auf der Habenseite im Bereich Vertrieb verbuchte Jansen unter anderem eine größere Kontinuität der Verkaufsprogramme, ein konkurrenzfähiges Gewerbekundenprogramm, die deutliche Verringerung von Parallelverkäufen, die Eindämmung von Re-Importen, das verbesserte Bonussystem mit klareren Regeln für die Jahresverkaufsplanung sowie die nun zeitnahe Bonussausschüttung (direkt auf der Rechnung), die den Händlern zu einer deutlich höheren Liquidität verhelfe.
Mehr Planungssicherheit nötig
Doch es bleiben Wünsche offen. So mahnte Jansen beim Importeur unter anderem präzisere und schnellere Informationen über Fahrzeugverfügbarkeit und Lieferzeiten an. Zudem bedürfe das „schlicht ungenügende“ Kundenbindungsprogramm Smile einer dringenden Überarbeitung. Größere Klarheit sei auch in Bezug auf die Zukunft des neuen Bonussystems geboten, dessen Laufzeit bislang auf 12 Monate begrenzt ist. „Nur eine längere Laufzeit garantiert uns Händlern wirkliche Planungssicherheit“, meinte Jansen.
Als positive Ergebnisse der Verbandsarbeit im Bereich Aftersales wertete Jansen unter anderem die endgültige Umsetzung der Berechnung für Garantielohnraten, die spürbar entschärften Kriterien für die internen Werstatt-Tests sowie die Senkung und Neuordnung der Ersatzteilpreise. Zugleich jedoch forderte Jansen von KMD präziser formulierte und „revisionssichere“ Garantierichtlinien sowie eine „aktivere Unterstützung“ beim Service-Marketing“.
Überdies werde man mit dem Importeur weiter über den tatsächlichen Bedarf an Spezialwerkzeugen sprechen. Eine der zentralen Aufgaben der Verbandsarbeit im laufenden Jahr bestehe darin, „die Händlerkosten auf breiter Front zu senken“, so Jansen abschließend.
Im Rahmen einer Vorstandsnachwahl wählten die Verbandsmitglieder den Bielefelder Kia- und Mazda-Händler Frank Lenz zum Nachfolger des aus dem Vorstand ausgeschiedenen Karl Detlev Schmitz. Den Verbandsvorstand ebenfalls verlassen hat Tanja Sommer, Kia-Händlerin aus Stahnsdorf (Brandenburg).
Umweltprämie beschert glänzende Zwischenbilanz
KMD-Geschäftsführer Thomas Bade informierte die Händler, dass der koreanische Hersteller die Produktion der in Deutschland besonders nachgefragten Modelle „vorgezogen“ habe. Dank der Umweltprämie belaufe sich der Positivsaldo von Kia per Ende April auf gut 3.000 Einheiten. Mit insgesamt 20.230 Neuzulassungen per Ende April sei der für 2009 geplante Gesamtabsatz von 31.000 Einheiten damit zu etwa 65 Prozent eingefahren.
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