Kia-Händler üben Schulterschluss mit Importeur

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Zudem vermerkte Bade die positiven Effekte des zu Jahresbeginn neu eingeführten Margensystems. So liege die Zielerreichung beim „operativen Bonus“ im ersten Quartal 2009 bei 79 Prozent für Vorführwagen, 89 Prozent für Training und 89 Prozent für Marktbearbeitung. Die durchschnittliche Bonus-Ausschüttung sei gegenüber 2008 (2,53 Prozent) im ersten Quartal 2009 auf erfreuliche 4,51 Prozent gestiegen. Insgesamt habe das neue Margensystem damit zu einer „deutlich homogeneren Verteilung“ der Boni bei den deutschen Kia-Partnern geführt.

In diesem Zusammenhang kündigte er für Juni den Pilotstart des Kía-Händlerbetriebsvergleichs an. Hierüber und über andere aktuelle Themen will KMD die Händler bei diversen regionalen „Round Table Gesprächen“ informieren, die vom 2. bis 6. Juni für den Bereich Aftersales und vom 15. bis 19. Juni für den Bereich Vertrieb & Marketing stattfinden.

KMD kämpft gegen illegale Querverkäufe

Als eines der derzeit zentralen Probleme indentifizierte Bade vertragswidrige Querverkäufe ausländischer Händler und Importgesellschaften an nicht autorisierte Adressaten. „Wir möchten am liebsten, dass jeder in Deutschland verkaufte Kia von KMD kommt und über das deutsche Händlernetz vertrieben wird. Die Re-Import-Problematik stört uns ebenso wie den Handel“, betonte Bade. Deshalb werde KMD gemeinsam mit der Kia-Europazentrale alles daran setzen, um solche Re-Importe weiter einzudämmen.

Zugleich forderte er von den Händlern in dieser Frage „mehr Solidarität auf europäischer Ebene“ ein. Ebenso appellierte er an die Partner „auf Hauspreise im Internet“ zu verzichten. Als aktuelle Beispiele für die Aktivitäten von KMD im Bereich Aftersales nannte Bode den Aufbau der zweiten Servicelinie „Uni Fit“ und die Aftersales-Mailing-Aktion „Sommer, Sonne, Servicezeit“, die bundesweit 150.000 Kunden erreichen soll. Dabei versprach er den Händlern künftig „längere Vorlaufzeiten“ für solche Aktionen. Ebenso sagte er zu, dass im Service in absehbarer Zeit für die Händler „keine größeren Investitionen“ mehr zu erwarten sind.

Woltermann: „Den Schwung nutzen“

Unter dem Titel „Nach der Umweltprämie - was nun?“ stand das Gastreferat von ZDK-Hauptgeschäftsführerin Antje Woltermann. Darin forderte sie Händler und Importeur auf „den Schwung der momentanen Sonderkonjunktur zu nutzen“, um ihre Zusammenarbeit im Sinne von „Vereinfachung, Verschlankung und optimierten Prozessen“ neu zu gestalten.

Mit Blick auf die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise schwieriger gewordene Zusammenarbeit mit den Banken empfahl sie den Händlern die „Kooperation mit mehreren Finanzpartnern“ sowie eine „offenere und aktivere Kommunikation“ mit den Kreditinstituten. Zugleich seien die Händler gefordert, die Prozesse im eigenen Unternehmen nach streng betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu entwickeln.

Besonderes Augenmerk müsse dabei dem Lagerbestands-Management, der Überprüfung von Kostenstrukturen und dem Forderungs-Management gelten. Zugleich müsse der Händler seine Unternehmensstrategie jederzeit kritisch kontrollieren und sich fragen, welche der folgenden Optionen die für seinen Betrieb wirtschaftlich sinnvollste sei:

  • Wachstum,
  • Kooperation,
  • Schrumpen
  • Marktaustritt.

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