Suchen

Kia vertreibt Stonic über Sixt Leasing an Payback-Kunden

| Autor: Andreas Wehner

Im Rahmen einer Vertriebsaktion bietet Sixt Leasing Kunden des Punktesammelsystems Payback den Kia Stonic ab 89,95 Euro im Monat an. Die Auslieferung übernehmen teilnehmende Händler und erhalten dafür einen Pauschalbetrag. Der ist einigen zu niedrig.

Firmen zum Thema

(Bild: Kia)

Sixt Leasing bietet seit Montag Kunden des Punkesammelsystems Payback den Kia Stonic ab 89,95 Euro pro Monat an. Das Leasingangebot ist exklusiv in der Payback-App erhältlich – Fahrzeugkonfiguration und -bestellung erfolgt, genauso wie die Buchung der optionalen Servicepakete, per App. Das teilte Sixt Leasing am Montag mit. Die Abwicklung übernimmt Sixt, die Auslieferung erfolgt allerdings über teilnehmende Kia-Händler.

„Wir erreichen über diesen Kanal eine große Zahl Kunden, an die wir sonst gar nicht rankommen würden“, begründete Steffen Cost, Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, die Aktion im Gespräch mit »kfz-betrieb«. 31 Millionen Payback-Kunden haben laut Pressemitteilung Zugriff auf das Angebot. Es gilt für die Ausstattung „Vision“ in Kombination mit dem 74 kW/100 PS starken Turbobenziner, der mit 20.190 Euro in der Preisliste steht. Die Aktion läuft bis 26. April, die Zahl der Fahrzeuge ist begrenzt. Wie viele es maximal sein werden, will Kia nicht bekannt geben.

Aktion ist für Händler freiwillig

Für den Handel ist die Aktion freiwillig, laut Cost nehmen 270 Partner teil. Für die Auslieferung erhalten die Partner zwei Prozent Marge plus einen Pauschalbetrag für die Nebenkosten – insgesamt sind das rund 500 Euro. Jeder Kunde wird an den nächstliegenden teilnehmenden Händler vermittelt. Der bekommt von Kia das Fahrzeug geliefert und in Rechnung gestellt. Die Rechnung reicht er anschließend an Sixt weiter. Der Vermittler hat sich bereit erklärt, innerhalb von 8 Tagen zu zahlen. Kia bucht jedoch erst nach 15 Tagen ab.

„Der Händler hat somit keine Liquiditätsbelastung“, erklärte Cost. „Die Teilnahme ist für den Partner ohne Risiko und nur mit sehr wenig Arbeit verbunden. Er muss das Auto eigentlich nur waschen und dem Kunden bei der Auslieferung erklären“, sagte der Geschäftsführer. Dafür seien die 500 Euro pro Auto gutes Geld – zumal die Fahrzeuge bei der individuellen Zielerreichung mitgezählt würden. Zudem sei mit Sixt vereinbart, dass die Fahrzeuge zwingend in der Kia-Organisation gewartet werden – zu den regulären Kosten. Der Handel könne nach Auslaufen der Leasing-Verträge Folgegeschäfte machen. Mit der Rücknahme der Fahrzeuge haben die Kia-Partner nichts zu tun – die wird komplett über Sixt Leasing abgewickelt.

Kritische Stimmen aus dem Handel

Aus dem Handel gibt es kritische Stimmen. Während einigen die Marge zu gering ist, befürchten andere, dass sich die günstigen Preise in den Köpfen der Kunden festsetzen. Daher mahnt auch der Verband der Kia-Händler und Kia-Servicepartner Deutschlands: „Auch wenn diese Aktion eine wirksame Möglichkeit darstellen kann, um Kunden insbesondere in der aktuellen Situation auf die Marke Kia aufmerksam zu machen, darf sie nicht dazu führen, dass die Kia Motors Deutschland GmbH künftig derartige Maßnahmen dazu nutzt, um größere Stückzahlen zu vertreiben, während die Vertriebspartner teilweise erhebliche Investitionen tätigen, um die Vertriebsstandards zu erfüllen.“ Hierfür seien zwei Prozent Restmarge nicht ausreichend.

Zudem würden für diese Aktion Standards außer Kraft gesetzt, auf die der Verband den Importeur in der Vergangenheit bereits mehrfach angesprochen und eine Anpassung gefordert hat. Dabei geht es um die Kundenzufriedenheitsabfrage, die für die Aktion außer Kraft gesetzt wurde. „Das ergibt unserer Ansicht nach Sinn, da im Handel ja nur die Auslieferung stattfindet, aber weder Beratung noch Verkauf stattfindet“, sagte Cost.

(ID:46481168)

Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«