Koch-Gruppe nutzt die Website als „Digital Hub“

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Auch Jobinteressenten finden bei Koch online Instrumente, die ihnen weiterhelfen. Die komplette Bewerbung mit Dateianhängen online einreichen? Kein Problem! Dokumente wie Lebenslauf und Zeugnisse können vom eigenen Rechner per Drag- and Drop-Verfahren einfach direkt auf die Website gezogen und über diese hochgeladen werden. Die Möglichkeit zur Onlinebewerbung via Website nutzte in den vergangenen Jahren immerhin eine vierstellige Anzahl von Bewerbern.

Die Interaktionsmöglichkeiten sind sicher ein Grund dafür, warum Nutzer auf der Website der Koch-Gruppe vergleichsweise lange verweilen: Im Schnitt sind es viereinhalb Minuten. Das sieht bei manchem Wettbewerber ganz anders aus. Eine längere Verweildauer bedeutet nicht nur mehr Zeit dafür, den Nutzer zum Käufer zu machen. Sie zeigt, dass der User auf der Website überhaupt Inhalte findet, die ihn interessieren.

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Die Onlinepräsenz der Koch-Gruppe gibt nicht nur Nutzern und Kunden Orientierung. Ein interner Bereich dient auch Mitarbeitern als Informationsquelle. Führungskräfte können sich dort über die Auftragsentwicklung ins Bild setzen lassen – oder über die Zielerreichung einzelner Mitarbeiter. Auch gibt es Umfragen etwa dazu, ob bestimmte neue digitale Tools ausprobiert werden sollen. Oder ein Vorschlagswesen – und den direkten Draht zur Personalabteilung.

Die Koch-Gruppe versucht also auf allen Ebenen, ihrem Anspruch gerecht zu werden, die Website zum digitalen Dreh- und Angelpunkt zu machen. Das gilt auch für alle Web-Aktivitäten, die rund um die Website angesiedelt sind. Ziel ist es, dass alle Onlinepräsenzen auf die Gruppenwebsite verlinken, aber praktisch keine Links und Aktionen nach außen führen. Diesem Ziel folgen auch alle Social-Media-Auftritte der Gruppe und das Onlinemarketing per Suchmaschinenwerbung. Auf „autoskauftmanbeikoch.de“ hat jedes Bestandsfahrzeug seine eigene, für sich sprechende Kurz-URL. Damit kann jedes einzelne Fahrzeug zum Ziel von Onlinemarketing-Aktivitäten werden.

Koch gibt online Gas, weil es notwendig ist für das Geschäft vor Ort. Aber online geht natürlich auch nicht, wenn man in der realen Welt nichts zu bieten hat. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf geht der Vorstandsvorsitzende Thomas Koch seine Pläne für einen Koch-Store an, der 2020 in der Hauptstadtregion Wirklichkeit werden soll.

„Wir werden ein unabhängiges Autohaus bauen – und zwar genau so, wie wir es uns vorstellen“, sagt Koch. Die Koch-Gruppe will dort wahrscheinlich vor allem Jungfahrzeuge vermarkten. Sie stellt ihr Standortnetz aber insgesamt auf den Prüfstand. „Wir sind dabei, uns wesentlich zu verändern“, sagt Vorstandschef Koch. Dieser Wandel wird wahrscheinlich ähnlich erfolgen wie der Fortschritt im Onlinebusiness von Koch. Das Motto lautet: Evolution statt Revolution.

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