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König Fußball regiert die Auto-Sponsoring-Welt

Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Sport ist schon lange zu einem großen Geschäft geworden – auch für die Autoindustrie. Die investiert Millionen ins Sponsoring ihrer Lieblingsvereine, veranstaltet eigene Turniere oder schickt ganze Teams ins Rennen. Und das alles im Namen der Werbung.

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In der kommenden Saison wird Opel erstmals mit dem Firmenlogo auf dem Ärmel der Borussen vertreten sein.
In der kommenden Saison wird Opel erstmals mit dem Firmenlogo auf dem Ärmel der Borussen vertreten sein.
(Bild: Opel)

Die Marketingbudgets der Autohersteller sind prall gefüllt. Über die Verteilung der Gelder, die den eigenen Firmennamen bekannt machen, ein neues Produkt ins rechte Licht rücken oder das Image aufpolieren sollen, entscheiden ganze Armadas von Managern. Seit jeher beauftragen sie aufwändige TV-Spots, lassen großflächig Plakatwände bekleben und schalten Zeitungsanzeigen. Doch das reicht einem Großkonzern schon lange nicht mehr: Ganze Erlebniswelten werden gebaut, Kulturevents unterstützt und nicht zuletzt fließt alljährlich auch eine große Summe in das Sportsponsoring.

Lieblingsspielwiese der Autobauer ist und bleibt dabei der Fußballrasen: Es gibt kaum einen Konzernboss, der die Jungs der favorisierten Elf nicht gerne mit seinem Logo auf der Brust auflaufen, in den eigenen Karossen vorfahren oder den Firmennamen am Stadion leuchten sieht. Besonders angetan hat es der Volkssport Nummer eins dem größten Autobauer der Welt: Gut ein Dutzend Vereine der ersten und zweiten Bundesliga unterstützen Volkswagen und seine Tochtergesellschaften; Audi mobilisiert beispielsweise die Stars des FC Bayern München, fördert den ortseigenen FC Ingolstadt und gönnt sich mit dem Audi-Cup ein kleines, aber feines Turnier.

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Mit dem Wolfsburger Verein für Leibesübungen, kurz VfL, leistet sich VW selbst sogar einen eigenen Klub. Zusätzlich haben die Niedersachsen jüngst auch noch Mercedes nach 45 Jahren als Hauptförderer der Deutschen Nationalmannschaft abgelöst – für rund 30 Millionen Euro pro Jahr. Und als würde das noch nicht reichen, verkündete der Hersteller soeben, dass er sein Engagement weiter ausweitet und ab 2018 neuer Mobilitätspartner für alle UEFA-Nationalmannschaftswettbewerbe wird. In den vierjährigen Vertragszeitraum fallen mehr als 500 Spiele, allen voran die in 13 Ländern ausgetragene Europameisterschaft im Jahr 2020, die der Konzern unmittelbar als Werbeplattform für den zeitgleich auf den Markt kommenden Stromer I.D. nutzen will.

Aber auch die anderen Hersteller lassen sich nicht lumpen: Mercedes-Benz fördert weiterhin den VfB Stuttgart, will sogar Hauptaktionär einer angedachten VfB AG werden und gibt dem Stadion seinen Namen. Opel hält auch nach dem Weggang des als Markenbotschafter agierenden Trainers Jürgen Klopp an der Partnerschaft mit Borussia Dortmund fest und wird in der kommenden Saison erstmals mit dem Firmenlogo auf dem Ärmel der Borussen vertreten sein. Zusätzlich fördern sie Mainz 05 und zahlen dafür, dass das 23 Kilometer von Rüsselsheim entfernte Stadion Opel-Arena heißt.

Hyundai, Kia, Nissan – fast alle sind dabei

Nissan ist offizieller Partner der Champions League, Hyundai/Kia unterstützt seit Jahren schon die Fußballweltmeisterschaft und Aston Martin hat sich vor nicht allzu langer Zeit bei den Münchner Löwen eingekauft – die Partnerschaft mit den nurmehr viertklassigen 60ern ist inzwischen aber wieder aufgehoben.

„Kein Sport ist so stark und verbindet so viele Menschen wie Fußball“, hat VW-Markenvorstand Herbert Diess jüngst die Liebe der Autohersteller zum runden Leder erklärt, die Jahr für Jahr üppige Summen verschlingt. Genaue Zahlen geben die Unternehmen nur selten raus, aber man muss kein Experte sein, um zu erahnen, dass das Budget manch eines Vereins höher sein dürfte, als die gesamten Einnahmen anderer Sparten.

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