Kommunikation in der Krise: „Hurra, wir leben noch!“

Autor / Redakteur: Harald Czycholl / Joachim von Maltzan

In Zeiten von Corona und Social Distancing verlagert sich die Beziehung zu potenziellen Neukunden oder Bestandskunden zunehmend in den virtuellen Raum. Die Kommunikation in den sozialen Medien hilft, Vertrauen aufzubauen.

Gerade in der Corona-Krise ist die Nutzung von Social Media extrem hilfreich für Autohäuser.
Gerade in der Corona-Krise ist die Nutzung von Social Media extrem hilfreich für Autohäuser.
(Bild: © Angelov - stock.adobe.com)

Die Corona-Pandemie verändert dieser Tage fast alles. Das gilt auch für Maßnahmen, mit denen Autohäuser ihre Bestands- und Neukunden ansprechen können. „Wir müssen derzeit leider auf klassische Vertriebstools wie Kundenevents verzichten“, sagt Tobias Hopf, geschäftsführender Gesellschafter bei der auf Automotive Marketing spezialisierten Bold GmbH aus Ludwigsburg. Viele Betriebe nutzen ihre Social-Media-Kanäle, um die jeweiligen Zielgruppen trotz der Einschränkungen zu erreichen. Das bietet sich an in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen, in denen die Menschen mehr digital unterwegs sind als je zuvor und die sozialen Medien rege nutzen.

Social-Media-Marketing könne zwar das Erlebnis im Autohaus, einen Neuwagen anzufassen und sich hineinzusetzen, keinesfalls ersetzen, so Hopf – alles andere aber schon: „Angesichts der Tatsache, dass die Nutzer viele Stunden des Tages in sozialen Netzwerken verbringen, sind sie für uns erreichbar“, betont der Marketingexperte. „Wenn wir jetzt visuell und kommunikativ Bedürfnisse wecken, dann investieren wir in unsere Zukunft. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den Erstkontakt mit potenziellen Neukunden herzustellen.“ Denn schließlich vergehe zwischen dem Erstkontakt mit der Fahrzeugmarke und dem tatsächlichen Kaufabschluss im Autohaus meist viel Zeit.