Oldtimerauktion Kriminalpolizei lässt VIN eines 300 SL Roadster untersuchen

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 2 min Lesedauer

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Noch ein Mercedes-Benz 300 SL mit fraglicher Identität: Unmittelbar vor einer Münchener Oldtimerauktion von RM Sotheby’s rief ein Roadster das Polizeipräsidium München und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg auf den Plan. Dennoch zog das Auktionshaus das Fahrzeug nicht zurück.

Der Sachverständige und ein Helfer untersuchen den Mercedes-Benz 300 SL Roadster. Nach Informationen von »kfz-betrieb« besteht der Verdacht der verfälschten VIN.(Bild:  Diehl – VCG)
Der Sachverständige und ein Helfer untersuchen den Mercedes-Benz 300 SL Roadster. Nach Informationen von »kfz-betrieb« besteht der Verdacht der verfälschten VIN.
(Bild: Diehl – VCG)

Motorworld München am frühen Nachmittag des 23. November: Unter die zahlreichen Besucher der Oldtimerauktion von RM Sotheby’s mischen sich zwei Beamte des Polizeipräsidiums München. Unterstützt werden sie von einem Beamten des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg, dem leitenden Ermittler im Fall Kienle. Ebenfalls vor Ort: der von der Staatsanwaltschaft Stuttgart im Fall Kienle beauftragte Sachverständige.

Das Interesse der Vier gilt Auktionslot 153, einem Mercedes-Benz 300 SL Roadster. Laut Auktionskatalog trägt Lot 153 die Vehicle Ident Number (VIN) 198.042.7500672. Die Nummern von Chassis, Motor (198.980.7500702) und Karosserie (198.042.7500599) sollen zueinander passen. Im Internet-Exposé schreibt das Auktionshaus: „Karosserie, Fahrgestell und der Dreiliter-Reihensechszylinder sind werkskorrekt (numbers matching). Bitte beachten Sie, dass der vordere Querträger dem Anschein nach einmal ersetzt worden sein muss, alle anderen Nummern passen jedoch, wie aus den Unterlagen ersichtlich.“