Lada ergänzt das Fahrzeugangebot
Mit Preisen unter 10.000 Euro lockt Lada derzeit erfolgreich die Käufer. Nun sollen Modellangebot und Händlernetz deutlich erweitert werden.
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In den vergangenen Jahren hat Lada seine Postion in Deutschland schrittweise gefestigt. Mit den geplanten 2.500 verkauften Fahrzeugen in diesem Jahr eignet sich die Marke allerdings eher als Dritt- oder Viertmarke für den Händler. Das weiß auch Lada-Geschäftsführer Dieter Trzaska. „Wir haben sicher auch Zulauf, weil wir Autos unter 10.000 Euro im Angebot haben – ein Segment, das viele Anbieter aufgegeben haben“, erklärt er das steigende Interesse an seiner Marke.
Gegenüber 2004 hat Lada die Verkäufe verdoppelt, und in den ersten fünf Monaten dieses Jahres stiegen die Zulassungen erneut um 37 Prozent. Die Absatzprognosen der Zentrale in Buxtehude lautet daher auf 2.500 Einheiten in diesem und 3.000 im nächsten Jahr.
Absatzschub duch neue Lada-Modelle
Zusätzlichen Schub soll das erweiterte Modellangebot bringen. In der Kompaktklasse ist die Kalina-Baureihe, die bisher aus Stufenheck- und Fließheckvariante bestand, im März um die Kombi-Version erweitert worden. Sie kostet in der Basisversion maximal 8.230 Euro. Im September will Lada in der Mittelklasse mit der Priora-Limousine auf den Markt kommen, die erstmals auf der IAA 2007 zu sehen war. Noch ist allerdings der allradgetriebene Niva das Brot-und-Butter-Auto für Lada. Auf das Modell entfallen rund 70 Prozent der Zulassungen.
Angesichts der steigenden Benzinpreise geht der Importeur von einer anhaltenden Nachfrage nach Autogas-Umrüstungen aus. Dafür werde unter dem Slogan „Lada mit Autogas“ weiter aktiv geworben. Sprit sparend soll zudem das neue 1,4-Liter-Aggregat sein, das der russische Hersteller für das dritte Quartal angekündigt hat.
Günstiger Start in die Lada-Zukunft
Mit dem Modellausbau geht die Entwicklung des Händlernetzes einher. Aus den 330 Partnern (Stand 2007) sollen Lada zufolge mittelfristig 420 Stützpunkte werden. Vor allem in den Ballungszentren, im Ruhrgebiet und allgemein in den Großstädten suchen die Vertriebsverantwortlichen noch Ansprechpartner.
Die Startkosten für neue Händler beziffert Lada mit 1.500 Euro für das „Erstausstattungspaket für die Technik- und Teileversorgung“. Die Aufnahme der Marke sei daher „eine günstige Gelegenheit, freie Kapazitäten im Betrieb auszulasten“. Den Ausgaben stehen unter anderem Zuschüsse für die Einführungswerbung gegenüber. Außerdem unterstützt Lada die Händler mit überregionaler Werbung, Zuschüssen zu lokal geschalteten Händleranzeigen und durch Verkaufsaktionen. Im zweiten Halbjahr sollen Werbespots in Hörfunk und Fernsehen zusätzliche Aufmerksamkeit auf die größere Modellvielfalt lenken.
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