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Welchen Stellenwert nimmt die Langzeitmiete bei Euromobil ein?
Die kürzeste Antwort lautet: Ob Kurzzeitmiete oder Langzeitmiete: Es sind alles Mietwagen! Aber im Ernst: Schon immer war ein nicht ganz geringer Teil der Euromobil-Händlerflotte zur Lieferzeitüberbrückung langzeitvermietet. Seit 2011 hat sich das eigenständige Produkt Langzeitmiete der Volkswagen Leasing einen großen Anteil des Marktes erobert – ganz einfach weil wir einen hohen Servicelevel bieten. Und danach fragen gerade die Leiter großer dezentraler Fuhrparks. Unsere eigene Flotte besteht aktuell zu einem hohen zweistelligen Prozentsatz aus reinen Langzeitmietautos. Nun sind wir dabei, die Kurz- und Langläufer zu managen, was insbesondere für den Kunden verkürzte Responsezeiten und eine breitere Modellpalette mit sich bringen wird. Langzeitmiete als „Fuel-only“-Produkt hat einen höheren Serviceanteil, das liefert Beschäftigung. Das Produkt ist flexibler, aber natürlich auch teurer pro Monat oder pro Kilometer als ein klassischer Leasingvertrag mit mehr Eigenanteil des Fuhrparkbetreibers. Wie in allen Produktfamilien der Volkswagen Financial Services wollen wir keine gegenseitige Kannibalisierung.
Sie wollen verstärkt große professionell aufgestellte Euromobil-Partner installieren. Was muss ein solcher Partner mitbringen, und lohnt sich dieses Engagement für ihn?
In erster Linie braucht es den unternehmerischen Ansatz, um in der Autovermietung aktiv tätig zu sein und diesem Geschäft die nötige Aufmerksamkeit zu widmen. Große Handelspartner liegen in der Regel in einem Erfolg versprechenden Marktgebiet und sind von fünf, zehn oder mehr Vermietstationen des Wettbewerbs umgeben. Je nach Produktschwerpunkt und konsequenter Ansprache des eigenen Kundenstamms sind Umsatzrediten zwischen fünf und 15 Prozent möglich. Schon mit der jetzigen Flotte von zumeist zwischen 50 und 200 Euromobil-Fahrzeugen können die Händer „freie“ Vermietung gewissermaßen „trainieren“, bevor die Flotte vergrößert werden muss. Das finanzielle Investment bleibt somit überschaubar. Die Partner brauchen natürlich an Metropolstandorten eine gewisse Findigkeit, was die notwendigen Betriebsflächen angeht.
Kann jeder VW-Konzernhändler solch ein Profipartner werden, oder erwarten Sie eine entsprechende Mindestgröße?
Unser Ziel für 2020 „zehn Prozent Anteil am freien Vermietmarkt“ definiert ziemlich genau die Größen an den jeweiligen Standorten, die wir im Rahmen von Marktforschung durchleuchten. Wir werden bei der Vergabe der Lizenzverträge darauf achten, nicht nur strukturdeckend im Markt lieferfähig zu sein. Wir wollen aber auf der anderen Seite einen ruinösen Standortwettbewerb vermeiden und den Partnern damit gute Ergebnisse sichern. Die engen Beziehungen des Handels mit unserer Muttergesellschaft sind dafür eine bewährte Basis, ohne dass wir Vertriebsgebiete explizit abgrenzen müssen.
Mehr zum Thema Langzeitmiete lesen Sie im „Thema der Woche“ der Ausgabe 44 des »kfz-betrieb«, die am 31. Oktober erschienen ist (zum Online-Archiv für registrierte und eingeloggte Abonnenten).
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