Die Tage werden kürzer, das Wetter unbeständiger. Jetzt gewinnt die richtige Beleuchtung wieder an Bedeutung. Zeit für einen Check: In den kommenden Wochen prüfen Meisterbetriebe Millionen von Fahrzeugen – für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
Licht korrekt? Im Oktober veranstaltet das Kfz-Gewerbe den traditionellen Licht-Test.
(Bild: Landesverband NRW)
Der Countdown läuft: Anfang nächster Woche beginnt der Oktober und damit der traditionelle Licht-Test. Die letzten Vorbereitungen laufen: ZDK, Landesverbände, Innungen und zahlreiche Meisterbetriebe werben für Deutschlands größte Sicherheitsaktion im Straßenverkehr.
Wie notwendig die Aktion ist, zeigen die Zahlen aus den vergangenen Jahren. Bei jedem dritten Pkw ist die Lichtanlage nicht in Ordnung. „Mit 33 Prozent der bei der Vorjahresaktion überprüften Pkws ist die Mängelquote deutlich zu hoch“, bedauert Jürgen Karpinski, ZDK-Präsident und Präsident des Kfz-Gewerbes Hessen. „Deshalb ist alles daranzusetzen, Autofahrer zum Test der Fahrzeugbeleuchtung in die Werkstätten zu holen.“
Den Startschuss für den Licht-Test 2018 in Hessen hat Karpinski gemeinsam mit Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir gegeben: „Die hessische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Straßenverkehr sicherer zu machen. Deshalb appelliere ich an alle Autofahrer: Nehmen Sie am kostenlosen Licht-Test 2018 teil!“
Mit der Aufforderung zur Teilnahme ist Al-Wazir nicht allein. In Schleswig-Holstein wendete sich Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Buchholz an die Autofahrer. „Wir unterstützen als Land sehr gerne diese wichtige Verkehrssicherheitsaktion. Um auf den Licht-Test aufmerksam zu machen, hängen im Oktober an den Autobahnbrücken in Schleswig-Holstein Banner, die auf die Wichtigkeit einer einwandfreien Fahrzeugbeleuchtung hinweisen.“
Für den baden-württembergischen Innenstaatssekretär Julian Würtenberger ist die Plakette ein klares Zeichen. „Wenn unsere Polizei im Herbst verstärkt kontrolliert, ist die an der Windschutzscheibe angebrachte Licht-Test-Plakette ein Signal für die Polizistinnen und Polizisten, dass sie zumindest auf diesem Gebiet nichts mehr prüfen müssen“, betonte Würtenberger. „Autofahrer können also ihre Fahrt schneller fortsetzen und so auch Verwarn- und Bußgelder vermeiden.“ Würtenberger eröffnete gemeinsam mit Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, den Test im Süden.
Polizei unterstützt die Aktion
Das Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen eröffnete den Licht-Test mit Unterstützung der Polizei. Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings, Stephan Stracke, Vizepräsident der Landesverkehrswacht, und Frank Mund, Präsident des Kfz-Gewerbes NRW, gaben gemeinsam mit Rüdiger Wollgramm, leitender Polizeidirektor im NRW-Innenministerium, den Startschuss für die Aktion. Im Peugeot-Autohaus Schönauen haben Geschäftsführer Michael Kotlenga und sein Team bereits die ersten Fahrzeuge hinsichtlich der korrekt eingestellten Beleuchtung überprüft.
„Ziel unserer Kontrollen ist es, das Problembewusstsein der Autofahrer für eine korrekte Fahrzeugbeleuchtung zu schärfen“, erklärte Polizeidirektor Wollgramm. „Jeder sollte sich seiner Verantwortung wie auch der Folgen bewusst sein, die eine mangelhafte Fahrzeugbeleuchtung bei ungünstigen Licht-, Wetter- und Straßenverhältnissen haben kann, und seinen Pkw prüfen lassen.“
Auch in Niedersachsen erhielt das Kfz-Gewerbe für seine Sicherheitsaktion kräftige Unterstützung: Der niedersächsische Verkehrsminister Bernd Althusmann eröffnete den Licht-Test gemeinsam mit Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen. Wie man den Licht-Test aktiv nutzen kann, machte die Kfz-Innung Gifhorn im vergangenen Jahr vor. Pressesprecher Michael Neuburger veranstaltete den „Autolicht-Marathon“ und aktivierte hierfür Landkreis, Polizei und berufsbildende Schulen, um sich für die Verkehrssicherheit stark zu machen.
Auch andere Innungen sind aktiv. So eröffnete die Kfz-Innung Essen die Aktion gemeinsam mit Verkehrswacht, Überwacher, Polizei und Bürgermeister. Die Kfz-Innung Lingen holte die Zweiradinnung mit dazu und veranstaltete gemeinsame Aktionswochen.
Best-Practice-Broschüre kostenlos bestellbar
Unterstützung im Rahmen der Aktion erhalten Kfz-Innungen und Meisterbetriebe vom ZDK. So hat der Zentralverband die Broschüre „Best Practice“ aufgelegt. Darin geben Kfz-Unternehmer Tipps und Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des Licht-Tests im Betrieb. Die Broschüre ist kostenlos unter kfz-meister-shop.de erhältlich (lediglich die Pauschale für Verpackung und Versand fällt an).
Stand: 08.12.2025
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Um auch junge Autofahrer von der Notwendigkeit zur Teilnahme zu überzeugen, hat der Verband mit Unterstützung der Agentur „jungvornweg“ einen Schwerpunkt der Kommunikationsmaßnahmen auf diese Zielgruppe ausgerichtet. Mit zahlreichen Maßnahmen in den sozialen Medien wie Instagram hat der Verband die jungen Menschen erreicht. Dazu zählt beispielsweise der Clip „Blender“, der allein schon auf mehr als 100.000 Webaufrufe kommt. Insgesamt hat der Verband mit 32 Postings und 20 Stories bis August rund 200.000 Nutzerkontakte erzielt. Auch teilnehmende Betriebe profitieren von den Maßnahmen und können diese nutzen. So hat der Verband den Clip „Blender“ sowie Kampagnenbilder und alle Grafiken zum Licht-Test 2018 kompakt in Form eines Social-Media-Kits aufbereitet.