Urbane Mobilität Linktour Automotive tritt in europäischen Markt ein

Von Stefanie Eckardt und Andreas Grimm 5 min Lesedauer

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Auf der IAA Mobility 2025 hat die chinesische Marke Linktour Automotive ihren offiziellen Eintritt in den europäischen Markt bekannt gegeben. Die Vertriebskonzeption könnte für Kfz-Unternehmen interessant werden.

Linktour Automotive in München (Bild:  Stefanie Eckardt)
Linktour Automotive in München
(Bild: Stefanie Eckardt)

Der Kleinstwagen-Hersteller Linktour hat sich auf der IAA Mobility in München präsentiert und mit einem großen Stand für Aufmerksamkeit gesorgt. Der Newcomer aus China brachte dazu das Modell Alumi mit, den es in zwei Leistungsstufen gibt. Der als Zweitwagen für die Stadt gedachte Mini soll in den Leichtbauklassen L6e und L7e antreten. Die Präsentation auf der IAA hat dabei das klare Ziel, mit den Produkten mittelfristig in Europa anzutreten. Wann es soweit ist, speziell in Deutschland, ist allerdings noch nicht kommuniziert.

Die Linktour L-Serie wurde speziell für urbane Fahrer konzipiert und entwickelt und könnte in die Lücke stoßen, die mit dem Auslaufen des Smart Fortwo entstanden ist, wobei der Alumi maximal 90 km/h schnell ist – sich anders als der Smart also eher nicht für Überlandfahrten eignet. Gedacht ist er vielmehr dafür, die täglichen Herausforderungen des Stadtverkehrs zu meistern und entsprechend nur einen geringen Raumbedarf im Verkehr wie beim Parken zu haben. Dazu kombiniert Linktour ein kompaktes Design mit agilem Handling und fortschrittlicher Fahrerassistenz.

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Kern des rund 2,70 Meter kurzen Alumi ist ein aus Aluminium gefertigtes Chassis. Linktour verspricht eine langlebige, weil vor Rost geschützte, steife und zudem leichte Konstruktion. Auf letzteres zahlt auch die im Unterboden als konstruktiver Bestandteil integrierte Batterie ein. Linktour setzt zudem auf eine moderne Fahrwerkskonstruktion mit 1,80 Metern Radstand, was ein im Vergleich zu anderen Vertretern der Leichtbauklasse komfortables Fahrverhalten verspricht. Zu den Preisen gibt es leider noch keine Informationen.

Im Innenraum bietet der Alumi zwei Sitze sowie einen stattlichen Kofferraum. Das Interieur ist mit Textiloberflächen wohnlich gestaltet. Ein großes Panorama-Glasdach bringt viel Licht in die Fahrgastzelle. Neben einem kleinen digitalen Kombiinstrument gibt es einen 10,25 Zoll großen Touchscreen für das Infotainmentsystem. Unter anderem sind Sprachsteuerung sowie Apple Carplay und Android Auto an Bord. Im Zusammenspiel mit einer App hat der Nutzer unter anderem Fernzugriff auf Funktionen wie die optionale Klimaanlage oder die Fahrzeugverriegelung.

Generell sind im Alumi einige für die Leichtbauklasse eher unübliche Ausstattungsmerkmale verbaut, darunter ABS, Berganfahrhilfe, Rückfahrkamera, elektronische Bremskraftverteilung, Bremsassistent, Fensterheber und Servolenkung. Eine weitere Besonderheit ist ein im vorderen Kotflügel eingelassenes Display, das bunte Grafiken anzeigen kann. Art Window nennt der Hersteller dieses außergewöhnliche Detail.

Unterwegs in der Stadt

Der Linktour Alumi L6e „Urban Sprite“ wurde für Familien entwickelt, die ein zweites Fortbewegungsmittel für die Stadt suchen, ist aber auch für junge und junggebliebene Stadtfahrer geeignet. Das Modell nutzt die Vorteile seines kompakten und leichten Designs mit 2.685 mm (L) x 1.500 mm (B) x 1.555 mm (H) optimal aus und eignet sich ideal für den Verkehr in der Stadt oder für Erkundungstouren durch enge Gassen in der Altstadt. Das Gefährt darf maximal 45 km/h schnell fahren und kombiniert dafür einen E-Motor mit 6 kW/8 PS Dauer- sowie 12 kW/16 PS Peakleistung mit einer 7 kWh großen Batterie, die eine Reichweite von 120 Kilometern ermöglicht.

So haben wir die IAA 2025 gesehen
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Der leistungsorientierte Linktour Alumi Elite L7e „Urban Elite“ richtet sich an diejenigen, die die Grenzen austesten möchten. Der Elektromotor liefert eine Spitzenleistung von 23 kW und ein Drehmoment von bis zu 110 Nm. Das Fahrzeug beschleunigt von 0 auf 50 km/h in 5,5 Sekunden, maximal möglich sollen 90 km/h sein. Es hat eine WMTC-Reichweite von 180 km. Zwei Fahrmodi sind bei dieser Version Standard: Der D-Modus maximiert die Energieeffizienz, während der S-Modus das Fahren in der Stadt nicht nur mühelos, sondern auch aufregend macht. Die L7e-Version lässt sich mit maximal 3,3 kW betanken, die langsamere Variante kommt nur auf 2 kW.

Erster IAA-Auftritt

„Wir glauben, dass Mobilität mehr sein sollte als nur die Fortbewegung von A nach B; sie sollte eine Erweiterung des Lebensstils und der Lebenseinstellung sein. Linktour bringt nicht nur ein Auto auf den Markt, sondern eine Plattform, die zur Selbstverwirklichung inspiriert. Wir freuen uns sehr, diese Reise mit europäischen Autofahrern anzutreten und gemeinsam mit unseren Partnern die Zukunft der urbanen Mobilität neu zu gestalten“, zeigte sich Dr. William Tang, CEO von Linktour, selbstbewusst auf der IAA.

Linktour Automotive hat Pläne für eine stetige Ausweitung des Vertriebs und Service weltweit initiiert – mit einem starken Engagement für ein stabiles Wachstum des globalen Netzwerks in der Zukunft. Der Fokus auf lokalen Support gewährleiste einen bequemen Zugang zu Ersatzteilen, Serviceteams und Batteriewartung. Auf dieser Grundlage könnte Linktour auch für die deutschen Kfz-Betriebe interessant werden.

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Intelligente Funktionen

Dank des „Art Window“ der Marke werden keine zwei Linktour-Modelle identisch sein. Diese Funktion „verwandelt den Linktour in eine intelligente Leinwand für kreative – oder kommerzielle – Ausdrucksformen, mit der sich Grafiken in speziellen Anzeigebereichen nahtlos austauschen lassen“, wie es in der Pressemitteilung anlässlich der IAA Mobility 2025 heißt. Was heißt das genau? Es bietet sich nicht nur eine einfache Farbänderung passend zur momentanen Stimmung an, sondern es lassen sich auch persönliche Kunstwerke oder ein Firmenlogo anzeigen, um das Fahrzeug in eine mobile Werbetafel zu verwandeln.

Die Fahrzeuge verfügen über Smart-Experience-Funktionen, die Komfort, moderne Interaktionsmöglichkeiten und hohe Sicherheit bieten sollen. Der 10,25-Zoll-Touchscreen wird mit einem 5-Zoll-Intelligent-Panel kombiniert, damit der Fahrer die volle Kontrolle behält. Das benutzerfreundliche Cockpit ordnet wichtige Fahrinformationen nach Wichtigkeit und Nutzungshäufigkeit auf einem 1920x720-Display mit 60 Hz an. Intelligente Sprachsteuerung sorgt für mehr Sicherheit beim Fahren, weil sie eine freihändige Bedienung ermöglicht. Dank One-Click-Mobilbildschirmprojektion, Apple Carplay und Bluetooth-Funktionalität können Fahrer ihr digitales Leben überallhin mitnehmen – egal, ob sie beruflich oder privat unterwegs sind.

Mit der All-in-One-App haben Fahrer immer die maximale Kontrolle über ihr Fahrzeug, auch wenn sie nicht hinter dem Steuer sitzen. Die App der Marke bietet Komfort und Bequemlichkeit durch mobilen Zugriff auf Fahrzeugstatus, Standort, Schlösser und Fenster. Dank Fernklimatisierung kann das Fahrzeug in kalten Wintermonaten vorgewärmt oder im Sommer gekühlt werden. Gleichzeitig nimmt ein Ladezustandsmonitor den Druck beim Aufladen und gibt den Fahrern die Freiheit, einen Kaffee zu trinken, einen Spaziergang zu machen oder ein Meeting zu beenden, um pünktlich zu ihrem voll aufgeladenen Fahrzeug zurückzukehren.

Der Autobauer setzt auf Vollaluminiumrahmen in seinen Fahrzeugen. Das reduziert das Gewicht erheblich, verbessert die Energieeffizienz und erhöht die Korrosionsbeständigkeit. Darüber hinaus setzt die L-Serie auf die Cell-to-Body-Technologie, die ebenfalls die Sicherheit erhöht und gleichzeitig den Schwerpunkt senkt, was zu einem optimierten Fahrverhalten führt.

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