Nutzfahrzeugmarkt Lkw-Nachfrage sinkt, Transporter-Absatz steigt

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Im ersten Quartal sind die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen in Europa deutlich gestiegen. Treiber sind weiterhin die leichten Nutzfahrzeuge. Doch auch die Bus-Branche hat einiges mehr zu tun als vor einem Jahr.

Der Nutzfahrzeugmarkt in Europa entwickelte sich im ersten Quartal 2024 positiv – getrieben durch die Vans.(Bild: MAN)
Der Nutzfahrzeugmarkt in Europa entwickelte sich im ersten Quartal 2024 positiv – getrieben durch die Vans.
(Bild: MAN)

Transporter haben europaweit weiterhin einen Lauf, während das Geschäft mit schweren Lkw schwieriger wird. In der Bilanz des Herstellerverbands Acea ergab sich für den Nutzfahrzeugmarkt in den Ländern der EU, der Efta und in Großbritannien im ersten Quartal ein gemischtes Bild. Den Angaben vom Dienstag (30. April) zufolge, legten die Neuzulassungen für Transporter bis 3,5 Tonnen legten um 11,8 Prozent auf 510.077 Einheiten zu. Groß waren die Zuwachsraten vor allem in Italien (plus 19,4 %) und Deutschland (plus 12,7 %). Spanien (+10,5 %), Frankreich (+8,7 %) und Großbritannien (+8,5 %) entwickelten sich leicht unterdurchschnittlich.

Die Neuzulassungszahlen im Lkw-Segment hingegen sanken um 4,1 Prozent auf 100.663 Einheiten. Hier zeigte sich in den Märkten eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Während der Absatz im ersten Quartal in Spanien stark stieg (+15,7 %) und in Italien deutlich zulegte (+6,6 %), ging es in Frankreich (-0,3 %), Deutschland (-2,2 %) und Großbritannien (-5,1 %) mehr oder weniger deutlich nach unten. Auch in zahlreichen kleineren und mittleren Märkten waren die Zahlen rückläufig. Der Rückgang ging dabei vor allem auf das Konto der schweren Lkw (-6,0 %), während die Nachfrage nach mittelschweren Trucks sogar um 7,1 Prozent zulegte.

Ein kräftiges Plus verbuchten die Busse. 11.718 Neuzulassungen entsprechen einem Wachstum von 26,8 Prozent. Dabei kletterten die Neuzulassungen in den meisten Staaten – teilweise verdoppelten oder verdreifachten sich die nationalen Zahlen im Vergleich zum ersten Quartal 2023. Unter den großen Märkten sticht vor allem Großbritannien heraus mit einem Zulassungsplus von 60,7 Prozent auf 1.792 Einheiten.

In Sachen Antrieb dominiert in allen drei Segmenten weiterhin der Diesel. Der E-Antrieb spielte mit einem Marktanteil von 12,3 Prozent lediglich bei den Bussen eine größere Rolle. In diesem Fahrzeugsegment scheint eine gewisse Experimentierfreude zu herrschen, weitere 11 Prozent haben einen Hybridantrieb und weitere 6 Prozent einen „anderen“ Antrieb, also möglicherweise also Gas, E85 oder Wasserstoff. Bei Lkw erreicht der Elektroantrieb lediglich einen Marktanteil von 1,9 Prozent. Unter den neuen Transportern waren immerhin knapp 6 Prozent mit reinem E-Antrieb ausgerüstet.

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