Lkw-Pannenstatistik: Mehr Reifendefekte

Redakteur: Andreas Wehner

Die Reifen waren 2010 die Pannenursache Nummer zwei bei Nutzfahrzeugen - nach der Elektrik. Der Anteil der Reifendefekte an den Gesamtpannenfällen ist jedoch um 1,5 Prozent gestiegen.

Reifendefekte bei Lkw, Bussen und anderen Nutzfahrzeugen nehmen zu. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Lkw-Pannenstatistik des ADAC Truck-Service, die auf Basis einer Stichprobe von 112.000 abgewickelten Pannenfällen im Jahr 2010 erhoben wurde.

Wie der Dienstleister mitteilte, steig der Anteil der Reifendefekte auf 28,7 Prozent. 2009 waren es noch 27,2 Prozent. Pannenursache Nr. 1 ist jedoch nach wie vor die Elektrik von Nutzfahrzeugen. Mit 30,6 Prozent ist dieser Anteil an den Gesamtpannenfällen fast konstant geblieben (2009: 30,4 Prozent). Die Motorschäden als dritthäufigste Ursache waren 2010 für 20,3 Prozent der Lkw-Pannen verantwortlich und haben sich im Vergleich zu 2009 um 1,7 Prozentpunkte verringert. Weit dahinter folgen als Pannengründe die Bremsen (5,9 Prozent) sowie Betriebs- und Zusatzstoffe (4,1 Prozent).

Werner Renz, Geschäftsführer ADAC Truck-Service, hat der Anstieg der Reifenpannen im vergangenen Jahr nicht überrascht: „Die vermehrten Reifenpannen sind ganz klar als ein Resultat der Krise zu bewerten“, erläutert Renz. „2009 wurde bei vielen Reifenpannen auf den Einsatz neuer Reifen verzichtet. Vielmehr wurden gebrauchte Reifen von stehenden Fahrzeugen aufgrund von knappen Budgets umgezogen. Das Ergebnis hat sich 2010 mit der Zunahme des Transportvolumens klar gezeigt“, so der Geschäftsführer.

(ID:370625)