Lkw-Unterfahrschutz: Sicherer für 100 Euro

Autor / Redakteur: sp-x / Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Knapp ein Prozent der Unfallopfer auf deutschen Straßen sterben, weil ihr Pkw von hinten unter einen Lkw rutschte. Der seit 2006 vorgeschriebene Unterfahrschutz hilft, doch offenbar nicht genug. Wie man ihn günstig verbessern könnte, hat nun der ADAC gezeigt.

ADAC fordert Verbesserungen: Der seit 2006 vorgeschriebene Lkw-Unterfahrschutz hilft, aber offenbar nicht genug.
ADAC fordert Verbesserungen: Der seit 2006 vorgeschriebene Lkw-Unterfahrschutz hilft, aber offenbar nicht genug.
(Foto: ADAC)

Zwar ist seit 2006 für Lastwagen ein Unterfahrschutz am Heck vorgeschrieben, trotzdem sterben in Deutschland im Schnitt jährlich 40 Menschen bei Auffahrunfällen auf Lkw. Weitere rund 400 Menschen werden dabei schwer verletzt, wie der ADAC ermittelt hat. Die Unfallforscher des Automobilclubs haben jetzt ein neues System entwickelt, das den Aufprall deutlich dämpfen und dadurch Leben retten soll.

Im Gegensatz zum schon vorgeschriebenen Unterfahrschutz soll das neue System dank Schrägstreben stabiler sein, nicht wegbrechen und die Wucht des Aufpralls besser abfangen. Dadurch wird ein Durchrutschen des Autos verhindert, das Dach wird nicht eingedrückt und die Airbags können sich optimal entfalten. Das neue System soll laut ADAC nur etwa 100 Euro pro Fahrzeug kosten. Um es einbauen zu dürfen, müssten allerdings eine UN/ECE-Verordnung und im Nachgang eine EU-Richtlinie geändert werden.

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