Diagnose Auch Mahle bietet Remote-Gerät

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Fast jeder Anbieter im Bereich Multimarkendiagnose hat sie im Programm: die Remote-Diagnose. Jetzt auch der Stuttgarter Konzern. Der Unterschied zu zahlreichen Mitbewerbern: Mahle setzt nicht auf den bekannten Anbieter aus Holland.

Mahle hat ein eigenes Remote-Diagnosesystem entwickelt.(Bild:  Mahle)
Mahle hat ein eigenes Remote-Diagnosesystem entwickelt.
(Bild: Mahle)

Es ist in aller Munde: das Security Gateway. Doch es gibt in Sachen Diagnose ein weiteres Thema, das Werkstätten aktuell umtreibt. Und das hängt mit ersterem durchaus zusammen. Es hört auf den Namen Remote-Diagnose (auch Remote Diagnostics) und ist vom Prinzip her simpel. Statt bestimmte Arbeiten selbst durchzuführen, lässt die Werkstatt diese durchführen – eben remote („aus der Ferne“). Das heißt, ein anderer schaltet sich per Internetverbindung auf das Remote-Diagnosegerät drauf, das mit dem Fahrzeug verbunden ist, und führt diese oder jene Arbeit aus.

Kommerzieller Erfinder dieser Technologie und ihrer einfachen Anwendung ist das holländische Unternehmen Jifeline. Mittlerweile haben selbst renommierte Diagnosehersteller wie beispielsweise Bosch und Hella Gutmann die Hardware der Niederländer unter ihrem Namen im Programm und greifen zum Teil auch auf deren Serviceleistungen zurück. Jetzt bietet auch Mahle Aftermarket mit dem „Remote Pro“ eine solche Remote-Diagnoselösung an. Sie deckt laut seinem Anbieter mehr Fahrzeughersteller als die Mitbewerber ab.

Mittels Chat oder Hotline können Nutzer Spezialisten hinzuziehen, die sie durch den Diagnoseprozess führen. Dieser kann sowohl das „einfache“ Auslesen und Löschen des Fehlerspeichers sein als auch die „komplexe“ Kalibrierung, Programmierung und Wartung verschiedener Systeme im Fahrzeug sowie das Anlernen von Fahrzeugschlüsseln oder die Diagnose von untypischen und „exotischen“ Fehlersituationen.

Pay-per-Use-Prinzip

Die Mahle-Hotline rechnet die Leistungen nach dem Pay-per-Use-Prinzip ab, also je nach Einsatzfall bzw. Arbeitsumfang. Werkstätten müssen ein Guthaben von 250 „Mahle Coins“ zum Preis von 250 Euro erwerben. Ein durchschnittlicher Service schlägt im Erfolgsfall mit 75 Coins, also Euro, zu Buche. Nicht erfolgreiche Arbeiten werden nicht berechnet. Freie Werkstätten können diese Kosten, wenn sie wollen, eins zu eins ihren Kunden verrechnen.

Der neue Remote Pro arbeitet „stand alone“, das heißt, ein Mahle-Tech-Pro-Diagnosetester ist nicht zwingend notwendig. Einzige Voraussetzung ist eine Internetverbindung mit mindestens 10 Mbps Up/Download-Rate. Mahle liefert seinen Neuen inklusive OBD- und LAN-Kabel zum Preis von 1.500 Euro aus.

 

(ID:49036101)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung