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Mahle: Kontaminiertes Kältemittel entfernen

| Autor: Jan Rosenow

Die Recovery Only Unit von Mahle ist ein in sich geschlossenes, leichtes und transportables Gerät zur Kältemittelrückgewinnung. Es schützt das Klimaservicegerät zudem vor Verunreinigungen.

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Mahle Recovery Only Unit: Sie entfernt das Kältemittel aus der Klimaanlage.
Mahle Recovery Only Unit: Sie entfernt das Kältemittel aus der Klimaanlage.
(Bild: Jan Rosenow)

Seit dem 1. Januar 2017 müssen Neufahrzeuge mit dem Kältemittel R1234yf befüllt sein. Doch die große Mehrheit des Fahrzeugbestands fährt weiterhin mit dem bisherigen Kältemittel R134a. Beide Stoffe dürfen nicht miteinander vermischt werden. Hinzu kommt noch die Gefahr, dass Kunden wissentlich oder unwissentlich andere Stoffe in die Klimaanlage einfüllen lassen, weil sie die hohen Kosten für R1234yf scheuen. Das dabei unter anderem verwendete Butan ist hoch brennbar und gefährlich.

Kfz-Betriebe können es also jederzeit mit Fahrzeugen zu tun bekommen, deren R1234yf-Anlagen mit anderen Stoffen verunreinigt sind. Dieses kontaminierte Gas muss sicher entfernt werden, ohne das Klimaservicegerät zu verunreinigen. Dabei hilft sich mancher Nutzer mit einer Kältemittelflasche, die mittels Kühlung durch Trockeneis evakuiert wird und dann das Kältemittel aus dem Kreislauf „heraussaugt“. „Das ist aber gefährlich und nicht sachgerecht“, warnte Helmut Häussermann, Experte für Klimaservice bei Mahle, auf einer Presseveranstaltung im November in Stuttgart.

Als Alternative hat Mahle die „Recovery Only Unit“ entwickelt, eine Zusatzkomponente zum Klimaservicegerät, mit dem sich das Kältemittel prozesssicher absaugen lässt. Sie wird zwischen Klimaanlage und Servicegerät geschaltet und braucht etwa 45 Minuten, um kontaminiertes Kältemittel absaugen zu können. Der Stoff wird in eine Auffangflasche eingefüllt und kann von der Werkstatt an einen Entsorgungsspezialisten geschickt werden. Das entsprechende Verpackungsmaterial wird mitgeliefert.

Die Recovery Only Unit kostet 799 Euro und lässt sich nicht nur mit den Mahle-, sondern auch mit markenfremden Klimaservicegeräten koppeln. Auf diese muss der Nutzer allerdings eine Steuersoftware aufspielen. Voraussetzung ist, dass die Werkstatt das kontaminierte Kältemittel überhaupt erkennt. Dafür muss das Klimaservicegerät mit einem entsprechenden Gasanalyse-Tool ausgestattet sein.

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 Jan Rosenow

Jan Rosenow

, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE