Gebrauchte Elektroautos „Man sollte die Fahrzeuge wie an der Börse handeln“

Das Gespräch führte Yvonne Simon 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Lange Standzeiten, schwache Restwerte: Die Vermarktung gebrauchter Elektroautos stellt viele Autohäuser vor Herausforderungen. Christian Wittmann und Philipp Kranich von der Unternehmensberatung RPC liefern im Interview Impulse für verschiedene Aspekte des Geschäfts, von Marketing und Preisgestaltung bis zum Aftersales.

Christian Wittmann, Principal bei RPC (l.), und Philipp Kranich, Senior Manager Automotive Market Intelligence bei RPC.(Bild:  rpc)
Christian Wittmann, Principal bei RPC (l.), und Philipp Kranich, Senior Manager Automotive Market Intelligence bei RPC.
(Bild: rpc)

Die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos ist verhalten, die Restwerte sind überwiegend schwach. An welchen Hebeln können Autohäuser ansetzen, um die Fahrzeuge erfolgreich zu handeln?

Christian Wittmann: Wir sehen zwei wesentliche Ansatzpunkte: Der erste ist ein professionelles Marketing. Direktes Gebrauchtwagenmarketing ist am deutschen Markt bislang kaum existent. Für gebrauchte Elektroautos ist die Zielgruppe sehr spitz – man muss sie finden und ansprechen. Es reicht nicht, die Fahrzeuge bei Börsen einzustellen. Der zweite Punkt ist die Befähigung des Handels. Wenn ein Händler nicht an die Fahrzeuge glaubt, wird er sie nicht verkaufen. Zu den Führungsaufgaben im Handel gehört es daher, die Teams in den Autohäusern zu motivieren und mit Trainings und Zusatzqualifikationen zu befähigen.