Warnung der Kfz-Versicherer Täglich bis zu 1.000 Marderbisse an Autos

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Mit dem Frühjahr steigt die Gefahr, dass sich Marder an Autos beziehungsweise an Schläuchen und Kabeln zu schaffen machen. Täglich bis zu 1.000 Marderschäden zählt der Gesamtverband der Versicherer (GDV) nach eigenen Angaben bis zum Herbst.

Zugegeben, ein putziges Tier. Aber das Raubtier besitzt keinen guten Ruf. Bei Autofahrern ist es gar verhasst, weil Marder große Bissschäden im Motorraum anrichten können. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Zugegeben, ein putziges Tier. Aber das Raubtier besitzt keinen guten Ruf. Bei Autofahrern ist es gar verhasst, weil Marder große Bissschäden im Motorraum anrichten können.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Wer häufig über Nacht sein Fahrzeug an unterschiedlichen Plätzen parkt, ist gefährdeter. Ab den Frühjahrsmonaten bis in den Herbst hinein gelten Marder als besonders bisswütig und beschädigen laut dem Gesamtverband der Kfz-Versicherer bis zu 1.000 kaskoversicherte Fahrzeuge täglich.

Marder machen sich zwar das ganze Jahr über an Kabeln, Schläuchen und Abdeckungen im Motorraum zu schaffen. In den Frühjahrs- und Sommermonaten nimmt dieses Verhalten aber deutlich zu.

Der Grund: Im Frühjahr reagieren Marder besonders aggressiv auf Duftmarken fremder Marder. Marder ziehen sich gerne in warme Motorräume zurück und markieren ihr Revier. Diese Duftmarken sorgen dafür, dass andere Marder Leitungen zerbeißen. Dies kann zu gefährlichen Ausfällen der Fahrzeugtechnik führen, insbesondere bei Elektroautos, da bei defekten Hochvoltkabeln oft der gesamte Kabelsatz ausgetauscht werden muss.

Ultraschallwellen, Drahtmatten und Motorraumkontrollen

Einen effektiven Schutz gibt es nicht, sehr wohl aber ein paar Maßnahmen, die Marder nicht mögen. Durch das regelmäßige Öffnen des Motorraums könnten sich Marder gestört fühlen, außerdem werden Bissschäden früher bemerkt.

Der GDV rät außerdem zu einem engmaschigen Drahtzaun, der unter dem Auto und dem Motorraum liegen sollte. Das könnte die Tiere abhalten. Zusätzliche Kabelummantelungen könnten ebenfalls helfen, Bissschäden zu verhindern. Spezielle Marderschutzsysteme, die mit leichten Stromstößen oder Ultraschallwellen die Tiere vertreiben, bieten ebenfalls einen gewissen Schutz.

Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung schützt vor finanziellen Schäden durch Marderbisse, wobei einige Tarife nur direkte Schäden abdecken, während andere auch Folgeschäden übernehmen.

Im Jahr 2022 zahlten Kfz-Versicherer erstmals über 100 Millionen Euro für Reparaturen nach Marderbissen aus. Die durchschnittlichen Kosten pro Beißattacke betrugen fast 500 Euro. Autofahrer ohne Kaskoversicherung müssen die Schäden an ihrem Auto nach einem Marderbiss selbst tragen. Im Jahr 2022 verzichteten etwa 11 Prozent der Autofahrer auf den Schutz einer Kaskoversicherung.  

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