Mazda-Händlerverband beklagt zu hohe Zielvorgaben

Redakteur: Julia Mauritz

Eine zu hohe Jahreszielvereinbarung für 2010, zu komplizierte Vertriebs- und Vorführwagenprogramme sowie Unzulänglichkeiten bei der Garantieabwicklung beschäftigen derzeit die Mazda-Partner.

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Nach über einem Jahr Funkstille ist fast die komplette Führungsriege von Mazda Motors Deutschland (MMD) am vergangenen Wochenende zur Jahreshauptversammlung des Mazda-Händlerverbands in Bad Neuenahr-Ahrweiler angereist.

Werner Prange, Präsident des Mazda-Händlerverbands MHV, freute sich über die erneute Annäherung, appellierte aber gleichzeitig, künftig aktiv an wichtigen Entscheidungen des Importeurs mitwirken zu wollen.

Kritisch beäugte Werner Prange die Stopp-Klausel für das Jahr 2009, die Mazda eine nachträgliche Erhöhung der JVP um rund 25 Prozent ermöglicht. Hierbei sinke der Erfüllungsbonus und damit auch die Erträge für ein zu erwartendes schwieriges Jahr 2010 nachhaltig. Auch eine zu hoch angesetzte JVP von MMD für 2010 könne zu weiteren Margenverlusten führen, warnte der Präsident des Mazda-Händlerverbands.

Zu hohe JVP für 2010

Der Importeur strebt im kommenden Jahr einen Marktanteil von zwei Prozent an und plant, in Deutschland 55.000 Neufahrzeuge zu vermarkten – das sind 5.000 Einheiten mehr als die Ursprungsplanung für das Jahr 2009.

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„Woher soll dieses Wachstum kommen, wenn die Branchenexperten davon ausgehen, dass der Privatkundenmarkt um rund 1 Million Einheiten zurückgehen wird und wenn Mazda 2010 keine neuen Volumenmodelle einführen wird?“, fragte Werner Prange die teilnehmenden Händler und den Importeur.

Marko Böttcher, Sprecher des Arbeitskreises Marketing und Vertrieb, forderte von MMD einfache, kontinuierliche und wirkungsvolle Vertriebsprogramme. Auch das aktuelle Vorführwagenprogramm sei zu kompliziert. „Es kann auch nicht sein, dass ein Händler einem Kunden einen Neuwagen günstiger anbieten kann als ein Vorführfahrzeug“, betonte Marko Böttcher.

Der Händlerverband erwartet von MMD daher, die gleichen Prämien wie beim Neuwagenverkauf anzusetzen und dem Handel eine separate Unterstützung zwischen drei und fünf Prozent für die Vorführwagen zu gewähren, um den Wertverlust aufzufangen. Auch dürfe es keine Mindeststückzahlen bei Vorführwagen geben, insbesondere bei Nischenmodellen.

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