Mazda-Motoren: Auch in Zukunft eigenwillig

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Mazda sieht seinen Skyactiv X nicht als Ersatz zum Diesel. „Der Selbstzünder wird weiterentwickelt“, sagt Schultze, obwohl in Deutschland der Verkaufsanteil von 38 auf 18 Prozent geschrumpft ist. Schon 2019 will man eine neue Generation auf den Markt bringen, mit mehr Leistung und geringerem Verbrauch. Erfahrungen aus dem X-Motor sollen einfließen. In Japan verkauft Mazda mehr als 50 Prozent seiner Autos mit Selbstzünder. In den USA bleibt es bei dem Plan, den Diesel zu etablieren.

Erster Elektro-Mazda mit Wankel-Range-Extender

Ende 2019 will Mazda sein erstes Elektroauto vorstellen. Die Japaner gehen nicht den Weg großer, schwerer und entsprechend teurer Batterien, nur um die Reichweite zu generieren. „Ein kleinerer Akku ist auch an einer normalen Haushaltssteckdose über Nacht wieder vollgeladen“, sagt Guyton.

Für größere Aktionsradien soll dann ein Range Extender aushelfen. Allerdings kein gewöhnliches Hubkolben-Aggregat, sondern ein extrem laufruhiger Mini-Wankel-Motor. Seit Jahrzehnten tüfteln die Ingenieure bei Mazda an der Rotationskolbenmaschine. Audi hatte das gleiche Prinzip 2011 in einem A1 getestet, das Projekt mit dem Stopp der E-Aktivitäten aber wieder verworfen.

Dass Mazda eines Tages erneut mit einem Wankelmotor als Antriebsaggregat für Sportwagen kommt, halten Experten für recht unwahrscheinlich, selbst wenn dieser mit reinem Wasserstoff betrieben werden würde. Für den Einsatz des umweltfreundlichen Gases eignet sich die Brennstoffzelle besser. Aber das ist bei Mazda in weiter Ferne und wenn, dann passiert dies nur zusammen mit Toyota. Wie auch die gesamte Elektrifizierung der Antriebspalette nur in Kooperation mit dem heimatlichen Partner ablaufen wird.

Deutlich bessere Chancen auf Verwirklichung hat der Plug-in-Hybrid, 2021 soll es so weit sein. Mazda hält sich hier bewusst zurück. „Uns widerstrebt zu viel Gewicht“, sagt Guyton, „zudem sollte man nicht nur messen, was hinten rauskommt, sondern die gesamte CO2-Kette in Betracht ziehen, von der Quelle bis zum Rad. Und da könnte es für den Plug-in-Hybrid eng werden.“

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