Mazda-Rückruf: Sitzhöhenverstellung kann brechen
Fast 500.000 Mazda-Modelle müssen in Europa zur Kontrolle des Verstellhebels am Sitz in die Werkstatt. Bei einigen Mazda 3 muss zudem die Tankanlage überprüft werden.
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Mazda ruft in Europa fast ein halbe Million Fahrzeuge wegen Problemen mit der Sitzverstellung zurück. Wie eine Sprecherin der Mazda Motors (Deutschland) GmbH auf Anfrage von »kfz-betrieb« bestätigte, kann bei Mazda 2 (DE), Mazda 3 (BL) und Mazda 6 (GH) der Baujahre 2007 bis 2010 die Sitzverstelleinheit aufgrund von zu schwachem Material brechen. Sie muss in der Vertragswerkstatt überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden, um die Gefahr einer plötzlichen Änderung der Sitzhöhe und Neigungseinstellung abzustellen. Allein in Deutschland sind etwas über 96.000 Einheiten von dem Rückruf betroffen.
Nur einen Bruchteil dieser Summe machen zwei weitere Rückrufe für den Mazda 3 aus: Bei 1.624 hierzulande gemeldeten Fahrzeugen (Europa: 5.880 Einheiten) droht ein Kraftstoffverlust. „Der Kraftstofftank und das Kraftstoffrückschlagventil wurden aufgrund einer mangelhaften Überwachung des Montageprozesses unsachgemäß verschweißt“, begründete die Sprecherin die Aktion. Die Tankanlage wird bei den zwischen 4. Dezember 2013 und 17. September 2015 gebauten Fahrzeugen überprüft und bei Bedarf ausgetauscht.
Gleiches gilt für 512 in Deutschland und 1.789 in Europa gemeldete Einheiten aus dem Bauzeitraum 24. September bis 16. Oktober 2015. Auch hier gab die Sprecherin eine unsachgemäße Verschweißung – diesmal des Tanks und der Kraftstoff-Rücklaufleitung – als Auslöser der Aktion an. Dies könne dazu führen, dass Kraftstoff an diesen Stellen austritt. Für die Überprüfung werden 0,3 Stunden veranschlagt. Wenn der Tank ersetzt werden muss, wird noch einmal mit 2,2 Stunden gerechnet.
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