Leasing-Marktdaten 2025 Mehr als jedes zweite E-Auto ist geleast

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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Leasing etabliert sich als wichtigster Vertriebskanal für Elektrofahrzeuge: 65 Prozent aller batterieelektrischen Neuwagen kommen über Leasingverträge auf die Straße. Das Neugeschäftsvolumen der Leasing-Wirtschaft stieg 2025 auf 83,12 Milliarden Euro – getrieben vor allem durch die E-Mobilität.

2025 stieg der Anteil der geleasten Fahrzeuge an den Pkw-Neuzulassungen auf 52,4 Prozent.(Bild: ©  K-FK - adobe.stock.com)
2025 stieg der Anteil der geleasten Fahrzeuge an den Pkw-Neuzulassungen auf 52,4 Prozent.
(Bild: © K-FK - adobe.stock.com)

Die aktuellen Leasing-Marktdaten des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) zeigen eine deutliche Verschiebung im Automobilvertrieb: Elektromobilität wird maßgeblich über Leasing realisiert. Das Pkw-Leasing bleibt mit rund zwei Dritteln des Neugeschäfts das stärkste Segment und wuchs um 3,3 Prozent. Der Leasing-Anteil an den Gesamtneuzulassungen erhöhte sich auf 52,4 Prozent (2024: 50,8 Prozent). Die Zahl der Pkw-Leasing-Verträge stieg um 4,7 Prozent. „Das Wachstum im Pkw-Leasing wurde wesentlich durch den Zuwachs batterieelektrischer Fahrzeuge getragen“, so Dr. Claudia Conen, Hauptgeschäftsführerin des BDL.

E-Mobilität als Leasing-Treiber

„Viele Unternehmen haben sich bewusst für Leasing statt Kauf entschieden, um technologische und wirtschaftliche Risiken beim Umstieg zu begrenzen,“ erklärt Conen. Der Investitionsbooster für gewerbliche E-Autos habe zusätzliche Investitionen angestoßen.

Auch Privatkunden nutzen verstärkt Leasing, um Unsicherheiten beim Wechsel zur neuen Antriebstechnologie zu reduzieren. Aktuell liege deren Anteil bei 20 Prozent. Künftig könnten auch Rückläufer aus dem Leasing an Bedeutung gewinnen: Die Fahrzeuge seien technisch modern, günstiger als Neuwagen und würden preissensiblen Haushalten einen Einstieg in die Elektromobilität ermöglichen, so Conen: „Die neue Förderung für Privathaushalte sollte daher um junge Gebrauchtwagen ergänzt werden. Leasing-Modelle sollten ausdrücklich einbezogen werden.“

Nutzfahrzeuge ziehen nach

Auch im Nutzfahrzeugsegment zeigt sich der Elektro-Trend: Bei Bussen, Lkw, Hängern und Transportern stieg der Anteil neu geleaster Elektrofahrzeuge von sechs auf rund zehn Prozent. Das Segment entwickelte sich trotz rückläufiger Lkw-Zulassungen stabil.

Das Neugeschäft mit Fahrrädern und E-Rollern ging 2025 erneut zurück (-8,2 Prozent). „Konjunkturschwäche, Jobunsicherheit und eine nach starken Vorjahren nachlassende Nachfrage haben die Neuverträge gebremst“, erläutert die BDL-Geschäftsführerin. Dienstradleasing bleibe jedoch ein wichtiger Treiber für den Fahrradmarkt. Flexiblere Laufzeiten, Anschlussverträge sowie digitalisierte Prozesse im Handel könnten künftig zusätzliche Impulse setzen.

Gemischte Signale am Gesamtmarkt

Während die Digitalisierung nach mehreren schwachen Jahren wieder anzieht – IT-Investitionen wuchsen um neun Prozent –, bleiben klassische Produktionsinvestitionen unter Druck. Das Neugeschäftsvolumen mit Produktionsmaschinen ging 2025 erneut um 5,5 Prozent zurück. „Wenn Unternehmen überhaupt noch investieren, investieren sie gezielt in Elektromobilität und Digitalisierung“, erklärt BDL-Präsident Kai Ostermann.

Die Leasing-Quote stieg insgesamt auf 26,6 Prozent: Mehr als ein Viertel aller gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen wird über Leasing finanziert. Für 2026 bleibt die Leasing-Branche verhalten optimistisch. Die strukturelle Transformation zur Klimaneutralität erfordere weiterhin massive Investitionen, bei denen Leasing als „Investitionsmotor“ fungiere.

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