Caravan Salon Mehr Komfort, weniger Gewicht und leicht sinkende Preise

Von Julia Mauritz 7 min Lesedauer

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Ende August wird die Düsseldorfer Messe wieder zum Treffpunkt für Caravan-Fans und -Fachbesucher. Über 750 Aussteller präsentieren auf dem Caravan Salon zahlreiche Neuheiten und zeigen die Trends auf.

Die Zeiten, in denen die Preise für Reisemobile kontinuierlich angezogen haben, sind vorbei. Im Trend liegen preislich attraktive Sondermodelle und Ausstattungspakete.(Bild:  Messe Düsseldorf)
Die Zeiten, in denen die Preise für Reisemobile kontinuierlich angezogen haben, sind vorbei. Im Trend liegen preislich attraktive Sondermodelle und Ausstattungspakete.
(Bild: Messe Düsseldorf)

Der Caravan Salon Düsseldorf öffnet vom 30. August bis zum 8. September seine Tore. In insgesamt 16 Hallen und auf dem Freigelände präsentieren über 750 Aussteller ihre Neuheiten rund um die mobile Freizeit. Neben Caravans, Reisemobilen und Campervans können die Besucher sich auch über Zubehör, Ausbauteile, Zelte und Mobilheime sowie Camping- und Reisemobilstellplätze informieren.

Ein Blick auf die Neuheiten zeigt: Bei Caravans geht der Trend hin zu kompakten, leichten und damit E-Zugwagen tauglichen Wohnanhängern. Zudem rücken der Wohnkomfort und die Vernetzung stärker in den Fokus.

Bei den Reisemobilen wiederum stechen die vielen neuen Basisfahrzeuge ins Auge: Stellantis zeigt auf der Messe die neue Generation von Fiat Ducato, Citroën Jumper, Opel Movano und Peugeot Boxer. Ebenfalls zu sehen sind der überarbeitete Iveco Daily und Volkswagen Crafter. Das Design ist zwar fast unverändert. Dafür haben die Basisfahrzeuge mehr Assistenzsysteme und sparsamere Motoren. Auch der Allradantrieb findet immer mehr Verbreitung.

Da der Caravan Salon eine Verkaufsmesse ist, dürfte es die Besucher freuen, dass die Preise bei Caravans und Reisemobilen stabil und teilweise sogar rückläufig sind. Viele Hersteller werben mit attraktiven Sondermodellen und Ausstattungspaketen mit hohem Preisvorteil um Kunden. In Summe warten auf die Messebesucher mehr als 250 Premieren, von denen im Folgenden einige gelistet sind:

Adria: Der neue Caravan Aviva Light 300 LH des slowenischen Herstellers hat ein zulässiges Gesamtgewicht von gerade einmal 750 bis 1.000 Kilogramm und lässt sich auch von Kleinwagen ziehen. Gleichwohl hat er einen Küchenblock, einen Sanitärraum und eine zum Bett umbaubare Sitzgruppe an Bord. Bei den Reisemobilen zeigt Adria zwei teilintegrierte, knapp sieben Meter lange Modelle der neuen Baureihe Compact Max auf dem aktuellen Volkswagen Crafter. Twin Fresh heißt die neue Campervan-Baureihe von Adria, die mit drei Grundrissen auf Fiat-Ducato-Basis an den Start geht.

Bürstner: Mit der Campeo TD-Baureihe präsentiert Bürstner sechs neue teilintegrierte Reisemobile auf Basis des neuen Fiat Ducato. Zudem zeigt der Hersteller seine neue Caravan-Baureihe Averso mit acht verschiedenen Grundrissen.

Carthago: Mit dem C2-Tourer stellt Carthago eine komplett neue Baureihe von schmalen, vollintegrierten Reisemobilen vor. Auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter baut Carthago bei nur 2,17 Metern Breite fünf verschiedene Grundrisse mit Längen zwischen 7,20 und 7,40 Metern.

Challenger/Chausson: Mit dem 6,59 Meter langen S 215 präsentiert Challenger ein teilintegriertes Reisemobil auf Ford-Transit-Basis, das nur 2,10 Meter breit ist. Außerdem zeigt die zur Trigano-Gruppe gehörende Marke den neuen, sechs Meter langen Campervan Family & Sport Van auf Basis des neuen Fiat Ducato. Der Family & Sport-Van der Schwestermarke Chausson unterscheidet sich vom S 215 lediglich hinsichtlich Innen- und Außendekor, Ausstattung und Preis.

Concorde Reisemobile: Mit der Concorde-Cruiser-Daily-Baureihe stellt der Hersteller edler Liner-Mobile aus Franken drei Alkoven-Reisemobile auf den aktuellen Iveco Daily. Die zwischen acht und neun Meter langen Luxusreisemobile lassen in drei Grundriss-Varianten kaum Wünsche offen. Zur Wahl stehen große Hecksitzgruppen und Alkoven mit Längseinzelbetten sowie zwei oder vier Schlafplätzen. Bei allen dreien lässt sich das Fahrerhaus abschotten. Die Ausstattungsliste hält jeden erdenklichen Komfort bereit.

Dethleffs: Dethleffs zeigt mit dem Globetrail 640 HR einen neuen Kastenwagenausbau auf Fiat-Ducato-Basis, der viel Platz zum Transport von sperrigem Gepäck bietet. Ebenfalls präsentiert wird der Dethleffs Performance 4x4, das erste Allrad-Reisemobil des Allgäuer Herstellers. Mit dem Dethleffs XL Family A7872-2 stellt der Allgäuer Hersteller ein Alkoven-Reisemobil für bis zu sechs Personen auf sechs Räder.

Dreamer: Die Marke Dreamer der französischen Rapido-Gruppe erweitert zur Saison 2025 ihre Kastenwagen-Ausbauten um das Modell Dreamer Camper Sport auf dem neuen Fiat Ducato. Der Campervan verfügt im Heck über einen sehr großen Stauraum, in den auch sperriges Sportgerät wie etwa ein Motorrad passt.

Eriba: Die Marke Eriba aus dem Hymer-Konzern hat ein neues Modell seiner Campingvans Eriba Car angekündigt: den Eriba Car 602 auf Basis des neuen VW Crafter. Zudem ergänzt Eriba seine Caravan-Baureihe Touring um drei neue Modelle: den 620, den 630 und den 642.

Eura Mobil: Der Reisemobil-Hersteller aus Rheinhessen setzt mit der Integra-Line-GT-Baureihe den Grundstein für seine vollintegrierten Oberklasse-Reisemobile auf dem Mercedes-Benz Sprinter. Die Eura-Mobil-Van-Baureihe tritt zur Saison 2025 mit drei aktualisierten Modellen von 5,99 bis 6,36 Metern Länge an.

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Etrusco: Der italienische Hersteller preisgünstiger Mobile aus der Hymer-Gruppe stellt mit dem T Base 6.9 SB ein Einstiegsmodell seiner teilintegrierten Modelle vor. Mehr Komfort gönnen die Italiener ihren Campervans in den zwei Modellen der CV-Plus-Serie.

Fendt Caravan: Fendt Caravan gibt seiner Oberklasse Baureihe Diamant neuen Schliff. Zudem ergänzt Fendt seine Bianco-Activ-Baureihe um das Modell 495 SFE.

Forster: Forster schickt die Coupé-Baureihe auf Basis des Ford Transit ins Rennen, mit drei teilintegrierten Grundrissen. Zudem präsentiert Forster mit dem V 599 VB5 Flip einen ausgebauten Kastenwagen auf dem neuen Fiat Ducato.

Frankia: Mit dem Now 7.0 L präsentiert der fränkische Reisemobilbauer ein Modell, das den Start einer neuen Baureihe bilden soll, weg vom klassischen Stil, hin zu einer frischeren Innenraumgestaltung.

Hymer: Der Hersteller aus Bad Waldsee hat eine Neuauflage seiner ML-T- und Grand-Canyon-S-Baureihe in der Crossover Edition mit Allradantrieb angekündigt.

Iveco: Der Anfang 2024 vorgestellte neue Iveco Daily wird erstmals dem Caravaning-Publikum vorgestellt. Neu sind ein auf den Fahrer ausgerichtetes Cockpit und jede Menge digitale Extras, etwa ein optionales Zehn-Zoll-Infotainment-System mit Apple Carplay, Android Auto und einem Sprachassistenten. Aufgerüstet hat Iveco auch bei den Assistenzsystemen.

Knaus: Knaus zeigt drei Baureihen in der neuen Ausführung Platinum Selection. Die gut ausgestatteten Modelle sollen vor allem über ihren attraktiven Paketpreis Kunden gewinnen. Enthalten sind Komfortfunktionen wie ein 27-Zoll-TV, Sat-TV-Anlage, Rückfahrkamera und Navigationssystem. Bei den Caravans zeigt Knaus die weiterentwickelte Sport-Baureihe. Für das Bad stellt Knaus seine neu entwickelte Cleanflex-Toilette zur Auswahl, die ohne Chemie auskommt.

Laika: Der zur Hymer-Gruppe gehörende italienische Reisemobilhersteller präsentiert das Modell Kosmo L 105. Im 5,99 Meter langen Reisemobil können bis zu vier Personen schlafen.

La Marca: Der bayerische Hersteller importiert nun auch chinesische Reisemobile. Zu sehen sein wird das Modell Carbonic Liner 7.8 des chinesischen Herstellers Deddle RV. Der Innenraum des Alkovenmobils wurde speziell für den europäischen Markt entwickelt. Ebenfalls aus China vom Hersteller SAIC stammt der Maxus Campervan.

La Strada: La Strada zeigt seinen neuen, nur 5,93 Meter langen Regent E auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter. Die Hessen verzichten auf die Sitzbank und schaffen Platz für längs eingebaute Einzelbetten.

Malibu: Ab Werk liefert Mercedes-Benz keine Sprinter mit 6,40 Metern Länge, sondern lediglich 5,93 und 6,99 Meter lange Versionen. „Dann bauen wir ihn halt selbst“, dachten sich wohl die Ingenieure von Malibu und präsentieren den Campingbus Genius 641 LE.

Morelo: Luxuriös gestaltet sich die neue Baureihe Morelo Loft Premium des Schlüsselfelder Luxusmobile-Herstellers. Auf Basis des Iveco Daily und des Iveco Eurocargo baut Morelo zehn Grundrisse, die kaum Wünsche offen lassen. Das leichteste Modell ist der Morelo Loft Premium 70 C 18, der mit unter 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht noch mit C1-Fahrerlaubnis zu fahren ist. Alle anderen Modelle erfordern den großen Lkw-Führerschein Klasse C.

Niesmann + Bischoff: Der Hersteller von Luxusmobilen aus der Hymer-Gruppe hat die Arto-Baureihe auf eine neue Basis gestellt. Zukünftig arbeitet ein Mercedes-Benz Sprinter Chassis unter der Verkleidung der zwei vollintegrierten Liner Arto 78 und Arto 88.

Pilote: Der französische Reisemobil Hersteller Pilote ergänzt sein Angebot um das teilintegrierte Modell P720U auf dem neuen Fiat Ducato. Das Fahrerhaus lässt sich vom Wohnraum mit einem Falt-Plissee abtrennen.

Pössl: Der Marktführer im Segment der ausgebauten Kastenwagen ergänzt sein Portfolio um seinen ersten Kastenwagen auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter. Das knapp sechs Meter lange Modell Roadstar X verfügt über Allradantrieb. Der Clou ist ein Slide-Out im Heck, der das Querbett auf 2,08 Meter verlängert.

Rapido: Der französische Hersteller Rapido stellt vier vollintegrierte Reisemobile seiner Distinction-Baureihe vor. Basis der Vollintegrierten ist der Mercedes-Benz Sprinter.

Tabbert: Mit der neuen Cazadora-Baureihe präsentiert Tabbert den Nachfolger seiner Da-Vinci-Modelle. Die Kunden haben die Wahl zwischen sieben Grundrissen. Zusätzlich ergänzt Tabbert in der Bellini-Baureihe den Grundriss 620 TD Profi 2,5. Das Modell soll vor allem Langzeitcamper im Ganzjahreseinsatz ansprechen.

Vario Mobil: Mit dem Perfect 1000 zeigt Vario Mobil, was im Segment der Luxusliner möglich ist. Das 18-Tonnen-Luxusmobil auf Basis des Mercedes-Benz Actros 1846 lässt mit Slide-Outs und Pkw-Garage kaum Wünsche offen. Die Modelle werden nach Kundenwunsch gestaltet und ausgestattet. Der Grundpreis liegt noch im sechsstelligen Bereich. Nach der Individualisierung sind siebenstellige Preise eher die Regel.

Volkswagen: Der Wolfsburger Hersteller präsentiert neben dem überarbeiteten Crafter den neuen Volkswagen California in den vier Ausbaustufen Beach, Beach Camper, Coast und Ocean. Erstmals hat der Campingbus zwei Schiebetüren. Die schwere Sitzbank ist durch zwei Einzelsitze ersetzt, die sich zum Bett umbauen lassen. Erstmals stehen für den Campervan Plug-in-Hybrid-Motoren zur Auswahl.

Weinsberg: Sechs Grundrisse seiner ausgebauten Kastenwagen-Baureihe Cara-Bus zeigt Weinsberg in Düsseldorf als Edition Fire. Sie sollen vor allem über ihren attraktiven Paketpreis Kunden gewinnen: Navigationssystem, Rückfahrkamera, Markise, Ambientebeleuchtung und Insektenschutztür sind inklusive. Ebenfalls neu ist der Campervan Weinsberg X-Pedition 600 MQ. Der in einem knapp unter sechs Meter langen Mercedes-Benz Sprinter mit optionalem Werks-Allradantrieb ausgebaute Kastenwagen ist für zwei Personen konzipiert.

Westfalia: Westfalia setzt seinen neuen kompakten Campingbus Club Joker Urban jetzt auf dem Ford Transit Custom auf. Zudem ergänzt Westfalia seine James-Cook-Baureihe um das Modell 600 D mit mehr Platz im Innenraum.

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