Mercedes-Rückruf: Airbags und Radlager

Von Niko Ganzer Autor Name

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Gleich zwei Mal muss Mercedes Vito- und V-Klasse-Modelle in die Servicebetriebe bestellen: Bei 10.000 Einheiten mit drehbaren Vordersitzen könnte ein Airbag unerwartet aufgehen, bei 2.600 droht ein Radverlust.

Mercedes-V-Klasse (Foto:  Michel / »kfz-betrieb«)
Mercedes-V-Klasse
(Foto: Michel / »kfz-betrieb«)

Für die Baureihen Vito und V-Klasse von Mercedes-Benz laufen derzeit zwei Rückrufaktionen. Bei Fahrzeugen aus dem Bauzeitraum 7. Juni 2014 bis 2. Juli 2017 kann der Thoraxairbag im Sitz ohne Grund auslösen. Bei Modellen, die zwischen dem 6. und 10. Juni des vergangenen Jahres vom Band liefen, droht ein Radverlust.

Die Airbag-Aktion betrifft nur Modelle mit drehbaren Vordersitzen – unter anderem verbaut in den Caravan-Modellen „Marco Polo“ – und ist auf eine ungeeignete Kabelverlegung im Bereich der Sitzdrehgestelle vorn zurückzuführen, wie ein Daimler-Sprecher auf Anfrage sagte. Dadurch könnte das Airbagkabel zusammen mit dem Sitzheizungskabel eingeklemmt werden. Bei einem Masseschluss würde das Luftkissen dann überraschend ausgelöst werden. Unfälle sind dem Hersteller allerdings aktuell keine bekannt. Bei weltweit etwa 10.000 Fahrzeugen soll ein Clip nachgerüstet werden, der die Kabel künftig vor Beschädigung schützt.

Zur zweiten Aktion kommen die Details vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). „Die Sicherungsringe der Radlager an der Vorderachse der potenziell betroffenen Fahrzeuge könnten nicht korrekt eingerastet sein“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Von 2.622 weltweit betroffenen Einheiten seien 959 in Deutschland gemeldet. Die Partnerbetriebe prüfen, ob die Sicherungsringe an den Radlagern der Vorderachse korrekt positioniert sind. Bei Bedarf erfolgt eine Korrektur.

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