Mercedes-Rückruf: Sensor kann Airbag abschalten
Bei einigen Tausend Einheiten der aktuellen E-Klasse kann der Luftsack für den Beifahrer ungewollt deaktiviert werden. Die Ursache ist aber diesmal eine andere als vor ein paar Wochen.

Daimler kämpft mit einer weiteren Ursache einer ungewollten Deaktivierung des Beifahrerairbags in Fahrzeugen der E-Klasse (Baureihe 213) . Der nun von Daimler eingeleitete Rückruf hat allerdings einen anderen Grund als die Ende Januar bekannt gewordene Aktion. Damals waren die Baureihe 166 (ML, GL, GLE, GLS) und 292 (GLE Coupé) von der spontanen Deaktivierung betroffen.
Ein Sprecher begründete die neue Maßnahme, die nur für E-Klasse-Modelle mit Weight Sensing System (Ausstattungscode U10) aus dem Bauzeitraum Oktober 2015 bis September 2016 ansteht, mit einem fehlerhaft verbauten Steuergerät, das die Belegung des Beifahrersitzes erkennen soll.
„Sollte sich der Beifahrersitz im Bereich der hinteren/unteren Verstell-Position befinden, könnte dies ein Abknicken des Druckschlauches verursachen und dazu führen, dass ein Beifahrer während der Fahrt irrtümlich als Kindersitz eingestuft wird", erklärte er. Eine Meldung im Kombiinstrument mache allerdings auf die Deaktivierung des Beifahrer-Airbags aufmerksam.
In der Vertragswerkstatt wird die Verlegung des Druckschlauches vom Steuergerät für die Sitzbelegungserkennung unter dem Beifahrersitz geprüft und gegebenenfalls der Druckschlauch sowie die Sitzerkennungsmatte erneuert. Das soll maximal 2,5 Stunden in Anspruch nehmen. „Von dieser Maßnahme sind potenziell ein paar Tausend Fahrzeuge in Kundenhand betroffen“, sagte der Sprecher. Eine genaue Stückzahl nannte er allerdings nicht.
(ID:44659142)