Mercedes Sprinter: Revolution im Innern

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Händler schon auf den E-Sprinter vorbereitet

Insgesamt 6.700 internationale Van-Händler bzw. -Servicepartner hat Daimler in den vergangenen Monaten auf den neuen Sprinter geschult. Bei der Global Training Experience in Porto durchliefen sie innerhalb von neun Wochen den Trainingscampus. Die Mercedes-Partner sind also gut vorbereitet auf die Markteinführung im Juni. Das bestätigten auch Marion Friese, bei Mercedes-Benz Vans verantwortlich für das weltweite Marketing, sowie Norbert Kunz, der Leiter des Sprinter Produktmanagements, im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Dass das auch für den E-Sprinter gilt, der nächstes Jahr zu den Händlern kommen wird, ergänzte Markus Reis, Produktmanager E-Transporter. Dabei könnten die Partner auch auf das zurückgreifen, was sie bereits über den E-Vito gelernt hatten.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 11 Bildern

So hätten die Servicekräfte etwa eine Hochvolt-Qualifikation erwerben müssen, um zu wissen, was sie wann an einem E-Fahrzeug machen dürfen und was nicht. Natürlich müssen die Mercedes-Benz-Werkstätten dann auch entsprechende Hochvolt-Arbeitsplätze einrichten.

Noch bevor die E-Version des Sprinter auf den Markt kommt, wird im Herbst eine Allradversion erwartet, wie Gesamtprojektleiter Ulf Zillig bei der Sprinter-Präsentation in Amsterdam sagte. Ein Benzinantrieb sei für den amerikanischen Markt vorgesehen, nicht jedoch für den deutschen. Ob es eine Optimierung beim Diesel jenseits der Euro-6-Norm geben wird, sei ebenfalls noch offen.

Mit dem frontgetriebenen Sprinter will Daimler zusätzliches Potenzial im wachsenden Reisemobilmarkt erschließen. Weil sich in dieser Version Antrieb, Tank und alle anderen Aggregate vor oder unter dem Fahrerhaus befinden, eignet der neue Sprinter gut als Triebkopf. Aufbauhersteller haben dadurch völlige Freiheit, den hinteren Bereich zu konzipieren. Was sie aus der Revolution im Innern des Sprinter machen, bleibt abzuwarten.

(ID:45244303)