Neuer Sprinter auch mit Frontantrieb und Triebkopf

Aufbauhersteller können den hinteren Fahrzeugbereich frei gestalten

| Autor: Holger Schweitzer

Bei der Weltpremiere in Duisburg wurde der neue Mercedes Sprinter auch in einer Variante mit Frontantrieb vorgestellt.
Bei der Weltpremiere in Duisburg wurde der neue Mercedes Sprinter auch in einer Variante mit Frontantrieb vorgestellt. (Bild: Klasing)

Europaweit sind 2017 rund 111.000 Fahrzeuge im Reisemobilsegment zugelassen worden. Das entspricht einem Wachstum von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Neue Konstruktionsvarianten sollen den Sprinter nun als Basis für Wohnmobile attraktiver machen, so dass der Hersteller mit dem neuen Modell an diesem Trend partizipieren kann. Hierzu gehört erstmals ein Frontantrieb, der die Nutzlast erhöhen und die Ausbaumöglichkeiten für Aufbauhersteller durch eine niedrigere Ladekante erweitern soll.

Zudem bietet Mercedes den neuen Sprinter auch als sogenannten „Triebkopf“ an. Hier befinden sich Antrieb, Tank und alle anderen Aggregate vor oder unter dem Fahrerhaus. Dies soll die Gestaltungsmöglichkeiten des hinteren Fahrzeugbereichs zusätzlich erweitern.

Hymer als größter Kunde

Die strategische Ausrichtung auf das Wohnmobilsegment bedeutet für Mercedes auch eine enge Zusammenarbeit mit den großen Reisemobilherstellern. Allen voran ist hier der Reisemobilhersteller Hymer zu nennen. Mercedes Vans und Hymer haben bereits bei der Entwicklung der neuen Triebkopfvariante intensiv zusammengearbeitet. Die Fahrzeugspezifikationen konnten so an die Bedürfnisse der Aufbauhersteller im Reisemobilsegment ausgerichtet werden.

Für die Zukunft haben Mercedes Vans und der baden-württembergische Reisemobilhersteller nun einen Vertrag über die Lieferung einer vierstelligen Zahl von Fahrzeugen der Triebkopfvariante im Jahr 2018 abgeschlossen. Und auch ab dem Jahr 2019 sind jährlich Volumina im vierstelligen Bereich vorgesehen. Die ersten Fahrzeuge sollen in den nächsten Wochen zum Aufbau neuer Varianten an Hymer geliefert werden.

Smart Home auf Rädern

Bei der Entwicklung des neuen Sprinters setzte Mercedes auch auf neue digitale Steuerungsmöglichkeiten. Für Reisemobile bedeutet dies, dass sie zukünftig zu einem komplett vernetzten „Smart Home“ auf Rädern werden können.

Um dies zu ermöglichen, ist eine Vernetzung von Basisfahrzeug und Camper-Aufbau erforderlich, die Mercedes mit einem neuen Schnittstellenmodul geschaffen hat. Darüber können alle Reisemobilfunktionen von einem Ort aus gesteuert werden – wahlweise über das Infotainmentsystem im Fahrzeug oder per Smartphone. Fahrzeug und Wohnbereich sollen so zu einer smarten Einheit werden.

Mercedes Sprinter: Der 2,5-Milliarden-Transporter

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