Lebensgefährlicher Pfusch Mercedes-SUV war mit „Bremsbelägen“ aus Holz unterwegs

Von Jakob Schreiner 1 min Lesedauer

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Bei der Abholung stellt der Fahrer fest, dass bei dem gekauften Mercedes GLE 400 die Bremsen nicht funktionieren. Der unglaubliche Grund: Statt Bremsbelägen waren Holzklötze verbaut. Passgenau gesägt, einer handschriftlich mit „Brembo“ beschriftet und natürlich völlig funktionslos. Die Polizei Ludwigsburg ermittelt zu diesem absurden Fall.

In den Bremssätteln des 100.000-Euro-SUVs fanden sich statt Bremsbelägen zugesägte Holzklötze.(Bild:  Polizei Ludwigsburg)
In den Bremssätteln des 100.000-Euro-SUVs fanden sich statt Bremsbelägen zugesägte Holzklötze.
(Bild: Polizei Ludwigsburg)

Manchmal glaubt man, in der Kfz-Branche schon alles gesehen zu haben – und dann kommt so eine Meldung, die die Polizei Ludwigsburg über ihren Facebook-Kanal geteilt hat: Eine Firma hatte einen Mercedes GLE 400 mit einem Neuwert von rund 100.000 Euro über eine Auktionsplattform gekauft. Soweit, so normal.

Bei der Abholung des Fahrzeugs durch einen Fahrer stellte dieser aber fest, dass das Mercedes-SUV keinerlei Bremswirkung zeigte. Bevor etwas passieren konnte, verständigte er einen Abschleppdienst und in Folge dessen auch das zuständige Polizeirevier Vaihingen/Enz.

Das Auto wurde in ein Autohaus verbracht, wo man sehr schnell die Ursache für die fehlende Bremswirkung fand: In den vorderen Bremssätteln befanden sich keine herkömmlichen Bremsbeläge, sondern passformgesägte Holzklötze. Der verbrannte Holzstaub an den Felgen sprach Bände.

Dabei besonders zynisch: Auf einem der Holzklötze stand handschriftlich mit schwarzem Filzstift „Brembo“ geschrieben – als würde das die fehlende Bremswirkung kompensieren. Die Holz-„Bremsbeläge“ und deren Überreste wurden sichergestellt, gegen den Erstbesitzer wurde Anzeige erstattet. Warum die Holzklötze Marke Eigenbau in dem SUV montiert wurden, ist bis dato nicht bekannt. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an.

Der Autor dieser Meldung, Jakob Schreiner, möchte klarstellen: Trotz des Nachnamens hat er mit dieser „Schreinerarbeit“ nichts zu tun und rät grundsätzlich von solchen lebensgefährlichen Praktiken ab.

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