Konzertierte Razzien Mutmaßliche Geldwäsche in Kasseler Luxus-Autohaus

Von Julia Mauritz 2 min Lesedauer

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Die Polizei Göttingen hat den Geschäftsführer eines Kasseler Luxus-Autohändlers verhaftet. Ihm wird gewerbs- und bandenmäßige Geldwäsche in Millionenhöhe und Hehlerei vorgeworfen. In diesem Zuge wurden auch 14 hochwertige Fahrzeuge beschlagnahmt.

Der Geschäftsführer eines Kasseler Autohauses ist wegen des Verdachts auf Geldwäsche im großen Stil verhaftet worden. (Symbolfoto)(Bild:  Polizei BW)
Der Geschäftsführer eines Kasseler Autohauses ist wegen des Verdachts auf Geldwäsche im großen Stil verhaftet worden. (Symbolfoto)
(Bild: Polizei BW)

In einem groß angelegten Schlag gegen die organisierte Finanzkriminalität ist der Geschäftsführer eines Kasseler Autohauses wegen des dringenden Verdachts der Geldwäsche festgenommen worden. Berichten von lokalen Medien zufolge handelt es sich dabei um das Autohaus Mulsano. Der auf den Verkauf von Luxusfahrzeugen spezialisierte Händler hatte den Kasseler Betrieb vor drei Jahren eröffnet – zuvor hatte dort die Mercedes-Niederlassung ihren Sitz.

Die Festnahme war Teil einer konzertierten Aktion der Polizeidirektion Göttingen, die bereits seit Frühjahr 2024 unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Kassel gegen mehrere Beschuldigte aus Kassel und dem Raum Göttingen wegen gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Geldwäsche verdeckt ermittelt hatte.

Einer Pressemeldung der Göttinger Polizei zufolge sollen die Verdächtigen unter anderem den Geschäftsbetrieb des Autohauses genutzt haben, um Gelder aus Straftaten zu verschleiern. Es seien entsprechende Hinweise mehrerer Banken eingegangen. Für Aufsehen hatten insbesondere ungewöhnlich hohe Bareinzahlungen gesorgt – allein im Jahr 2024 waren laut Polizei über 1,4 Millionen Euro in bar auf ein Konto bei einer Sparkasse geflossen.

Umfangreiche Beweismittel sichergestellt

Neben dem Verdacht auf Geldwäsche ergaben sich Hinweise auf Steuerstraftaten und den gewerbsmäßigen Handel mit gestohlenem Schmuck. Ermittler gehen davon aus, dass der Autohaus-Geschäftsführer hochwertige Fahrzeuge über Kreditkäufe abgewickelt und mit illegalen Geldflüssen in Verbindung gebracht hat.

Die Spur führte unter anderem zu einem seit 2021 laufenden Verfahren des Landeskriminalamts Berlin wegen betrügerisch erschlichener Corona-Hilfen. Teile dieser Gelder sollen später zum Kauf teurer Pkw beim Kasseler Autohaus verwendet worden sein.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden der Pressemitteilung zufolge insgesamt 18 Durchsuchungsbeschlüsse in mehreren Bundesländern vollstreckt: Bei den Durchsuchungen hätten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicherstellen können, darunter Schmuck, Luxusuhren, Designertaschen, teure Kleidung sowie mehrere Waffen. Zudem wurden im Zuge eines Vermögensarrests über 2,1 Millionen Euro insgesamt 14 hochwertige Fahrzeuge beschlagnahmt – darunter ein Mercedes Maybach, ein Bentley, mehrere weitere Mercedes-Modelle sowie ein Maserati im Gesamtwert von rund 1,4 Millionen Euro.

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