Mieter sind im Eurocar-Zentrum willkommen!

Autor / Redakteur: Isabella Finsterwalder / Silvia Lulei

In Landshut entsteht ein Automobilfachmarkt auf einer Fläche von 25.000 m². Die Inhaber Ayhan und Hasan Kiskanc wollen ihr eigenes markenunabhängiges Autohaus unterbringen.

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Erste Flächen an Mieter vergeben

Die ersten Mietverträge sind bereits abgeschlossen – mit der Autovermietung Europcar, der Fastfoodkette Subway, dem Waschstraßenbetreiber Imo und der Bayerischen Versicherungskammer. Darüber hinaus führen die Kiskanc-Brüder derzeit Verhandlungen mit einer freien Werkstattkette. „Weitere Mieter sind willkommen“, erklärt Ayhan Kiskanc. Ideal seien ein Fahrzeuggutachter, ein technisches Prüfinstitut, ein Handyanbieter sowie ein Zweirad- oder ein Campingfahrzeuganbieter. Denkbar wäre auch ein markengebundenes Autohaus.

Die im Landkreis Mühldorf aufgewachsenen Brüder Ayhan (32) und Hasan Kiskanc (35) sind Autoprofis. Die beiden Unternehmer wissen aus langjähriger Erfahrung, dass die Kaufkraft in Landshut stark ist. Außerdem haben sie gute Kontakte zu Einkäufern und Lieferanten. Der Kfz-Meister Hasan konzentriert sich auf das operative Geschäft, der studierte Betriebswirt Ayhan kümmert sich um die kaufmännischen Angelegenheiten.

Seit 2001 ist das Eurocar-Zentrum auf den Einkauf von EU-Neuwagen sowie den Zukauf junger Gebrauchtwagen über das Internet spezialisiert. Damit konnten die Kiskancs die Verkaufszahlen enorm steigern: Vorher setzten sie 560 Gebrauchtwagen pro Jahr ab. Bis 2004 wurden daraus 1 000 Gebrauchte und 500 EU-Neuwagen jährlich. Preisabschläge zwischen 20 und 30 Prozent gegenüber den heimischen Angeboten waren Standard.

Fünf Millionen Euroinvestiert

Als die automobile Interneteuphorie 2005/2006 etwas abebbte, hielten die Vollblutunternehmer nach einem neuen Business-Modell Ausschau – und wurden schnell fündig: Die Stadt Landshut genehmigte den Kauf des 25 000 m2 großen Grundstücks und die Brüder sicherten sich das Baurecht an der mit täglich 50 000 Fahrzeugen stark frequentierten Altendorfer Straße. Dem Autofachmarktzentrum stand also nichts mehr im Weg. Fünf Millionen Euro investiert das Eurocar-Zentrum in das neue markenungebundene Autohaus und eine Werkstatt auf seinem neuen Firmengelände.

30 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Die Kunden können zurzeit aus einem Bestand von 400 Neu- und Gebrauchtwagen auswählen. Doch Ayhan Kiskanc verspricht noch mehr: „Auf unserem neuen Areal können wir ständig bis zu 1 000 Fahrzeuge präsentieren.“

2007 verkaufte das Autohaus 1 200 Gebrauchtwagen. Hinzu kamen 270 Mittelklasse-Neuwagen – hauptsächlich Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern, aber auch Honda und Mazda. Der Umsatz lag bei 13 Millionen Euro. Für die nahe Zukunft sind 2 000 Verkäufe und 20 Millionen Euro Umsatz geplant.

Dank ihrer hervorragenden Verbindungen ins Ausland wollen die Kiskanc-Brüder Leasingrückläufer und Jahreswagen weiterhin über das Internet zukaufen. Dass dies auch künftig ein wichtiges Standbein sein wird, zeigt der hohe Anteil an Händlergeschäften: 70 Prozent der Fahrzeuge des Eurocar-Zentrums kaufen Kollegen.

Mit dem Autofachmarkt will Eurocar in erster Linie das Stammkundengeschäft beleben. „Wir sehen unsere eigentliche Zukunft hier vor Ort“, bekräftigt Aysan Kiskanc.

TÜV-geprüftes Autohaus

Ein weiterer Pluspunkt des Eurocar-Zentrums: Es ist eines der ersten Autohäuser, das vom TÜV zertifiziert wurde. Bereits seit Oktober 2003 ist das Unternehmen Partner von „safer-shopping“. Das ist eine Initiative für mehr Sicherheit im Internet, die der TÜV Management Service, eine Tochter des TÜV Süddeutschland, ins Leben gerufen hat. Das TÜV-Gutachten bescheinigt dem Eurocar-Zentrum ein hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit.

Die nächsten Aufgaben für das Eurocar-Zentrum stehen fest: Top-Mitarbeiter finden und neue Mieter für den Autofachmarkt gewinnen. „Wenn alles nach Plan läuft“, so Ayhan Kiskanc, „werden wir 2013 die erste Adresse für Angebote und Fragen rund um die Mobilität sein.“

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