Tesla Mit genauer Beobachtung gegen die Preis-Achterbahn

Von Andreas Grimm 4 min Lesedauer

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Mit 18 Jahren hat Veit Neises seinen ersten gebrauchten Tesla verkauft. Inzwischen dreht er im Jahr mehrere Hundert Stück. Viele Fahrzeuge gehen ins Ausland, die Standzeiten sind gering.

Blick auf den Hof des auf Tesla spezialisierten Händlers Elektra mit Gründer Veit Neises. Viele Fahrzeuge vermarktet er im Ausland.(Bild:  privat)
Blick auf den Hof des auf Tesla spezialisierten Händlers Elektra mit Gründer Veit Neises. Viele Fahrzeuge vermarktet er im Ausland.
(Bild: privat)

Tesla ist seit Anbeginn die etwas andere Automarke – Elektropionier, aus den USA und traditionell ohne Händlervertrieb. Letzteres macht sich nicht zuletzt im Gebrauchtwagengeschäft bemerkbar. Viele Neuwagen sind über den Hersteller geleast, gehen entsprechend wieder zurück an Tesla Deutschland und kommen erneut im Direktvertrieb zurück in die zweite Vermarktungsrunde. Es ist ein Stück weit ein geschlossenes System. Dazu kommt: In einem gebrauchten Tesla sehen viele Händler nicht unbedingt eine Sahneschnitte. In Sachen Rest- und Marktwert fehlen ihnen die Erfahrungswerte. Selbst Datendienstleister wie die DAT tun sich schwer.

Kurz, Kfz-Unternehmer lassen lieber die Finger vom gebrauchten Tesla. Oder man ist Veit Neises. Gerade mal 22 Jahre ist der Unternehmer jung und hat sich mit seiner Firma Elektra auf den An- und Verkauf von Tesla-Modellen spezialisiert. Die Leidenschaft entstand aus dem Zukauf eines Tesla-Modells in Luxemburg vor vier Jahren – „aus Neugier und Experimentierfreude, ob das Remarketing funktioniert“. Es klappte. Der Tesla stand nach der Aufbereitung kaum im Netz, da war er 48 Stunden später schon verkauft. Natürlich mit Gewinn. Der Unternehmergeist des 18-Jährigen war geweckt, der seinen Gewerbeschein noch zu Schulzeiten beantragte.