Waymo Mit Robotaxis und Toyota gegen Tesla

Von dpa, sp-x 2 min Lesedauer

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Waymo hat schon jetzt 1.500 selbstfahrende Autos im Einsatz. Nun will die Firma ihre Flotte nochmals mehr als verdoppeln. Gleichzeitig verhandelt die Robotaxi-Firma mit Toyota, um die Technik auch in Privat-Pkw zu verbauen.

Waymos Robotaxi im Einsatz: Künftig soll die Flotte weiter wachsen.(Bild:  Waymo)
Waymos Robotaxi im Einsatz: Künftig soll die Flotte weiter wachsen.
(Bild: Waymo)

Die führende Robotaxi-Firma Waymo aus dem Google-Konzern will im kommenden Jahr die Zahl ihrer Fahrzeuge mehr als verdoppeln. Aktuell macht Waymo mit über 1.500 Robotaxis mehr als 250.000 Fahrten mit Passagieren pro Woche in vier US-Städten. Bis Ende kommenden Jahren sollen mehr als 2.000 weitere Jaguar-Elektrofahrzeuge zu selbstfahrenden Autos umgebaut werden, wie Waymo in einem Blogeintrag ankündigte.

Außerdem sollen demnächst Fahrzeuge auf Basis eines Modells der chinesischen Automarke Zeekr in die Flotte kommen. Mit der Zeit soll das Werk in Arizona „zehntausende“ selbstfahrende Autos pro Jahr produzieren können, hieß es. Einen Zeitraum dafür nannte Waymo nicht.

Auch mit Toyota steht Waymo in Verhandlungen. Beide wollen das autonome Fahren in den Privat-Pkw bringen. Das Software-Unternehmen und der Automobilhersteller haben nun eine entsprechende Absichtserklärung veröffentlicht. Parallel wollen beide Partner eine neue Technik-Plattform für kommerzielle Ride-Hailing-Flotten entwickeln. Mit dieser Kooperation würden Toyota und Waymo in den USA vor allem gegen Tesla antreten, die ihr auch für Privatpersonen gedachtes Cybercab ab 2026 massenweise auf die Straße bringen wollen.

Dazu passt, dass die US-Regierung das Rennen um das autonome Fahren gewinnen will. Die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat dazu einen Plan vorgelegt, der die „amerikanische Innovationskraft freisetzen, wichtige Sicherheitsstandards beibehalten und einen schädlichen Flickenteppich von staatlichen Gesetzen und Vorschriften verhindern soll“. Sicherheit soll weiterhin Priorität bleiben, gleichzeitig kündigt die Regierung Deregulierungen an. Unter anderem soll es Erleichterungen bei den Unfall-Berichtspflichten der Unternehmen mit automatisiert fahrenden Autos geben. Auch das Genehmigungsverfahren für Tests soll vereinfacht werden, wovon vor allem US-Hersteller profitieren würden, für die bislang strengere Vorgaben gelten.

Tesla in den Startlöchern

Bereits im Juni will Tesla die ersten 10 bis 20 Fahrzeuge seines Robotaxi-Dienstes im texanischen Austin starten. Tesla-Chef Elon Musk betont, dass aus seiner Sicht die meisten neuen Autos des Konzerns alles Nötige an Bord haben, um mit entsprechender Software autonom zu fahren. Deswegen kündigt er an, dass bald Millionen selbstfahrende Teslas auf den Straßen sein würden.

Experten und Konkurrenten haben allerdings Zweifel. Denn Musk will sich nur auf Kameras verlassen, während Waymo und andere Robotaxi-Entwickler zusätzlich unter anderem teurere Laser-Radare einsetzen, die die Umgebung abtasten. Es gibt Bedenken, dass die Kameras nicht genug Informationen für verlässliches autonomes Fahren erfassen könnten. Musk weist das zurück.

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