Große Kabelschuhe montieren Mit Tischcrimpzange und Tauchlötbad

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 5 min Lesedauer

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Oldtimerelektrik ist so eine Sache. Auch andere Kfz-Berufe und Laien versuchen sich daran, doch die Ergebnisse können häufig nur als Pfusch gelten. Was ist handwerklich und historisch korrekt? Als Beispiel die Montage großer Kabelschuhe an Batteriekabel.

Der Kabelschuh des Batterie-Pluskabels wurde mit einer Tischcrimpzange befestigt und beide Kabelenden mit einem Tauchlötbad verzinnt. Eine Handcrimpzange wäre zu klein und zu schwach, um die Kabelschuhflanken einzurollen.(Bild:  Diehl – VCG)
Der Kabelschuh des Batterie-Pluskabels wurde mit einer Tischcrimpzange befestigt und beide Kabelenden mit einem Tauchlötbad verzinnt. Eine Handcrimpzange wäre zu klein und zu schwach, um die Kabelschuhflanken einzurollen.
(Bild: Diehl – VCG)

Ideen für Fachzeitschriften-Artikel entstehen auf verschiedenen Wegen. Hier war der Weg länger. Nach ungezählten Fällen von Pfusch, die der Autor – ein in der DDR ausgebildeter Kfz-Elektromechaniker – in den letzten Jahrzehnten zu sehen bekam, ist es Zeit für eine Anleitung, die zu handwerklich und historisch korrekten Ergebnissen führt: Wie montiert man große geschlitzte Kabelschuhe an die Enden von Batteriekabeln? Und wie verzinnt man sie anschließend?

Die Betonung liegt auf geschlitzten Kabelschuhen, weil heute fälschlicherweise auch ungeschlitzte, sogenannte Rohrkabelschuhe als für historische Fahrzeuge geeignete C-Teile angeboten werden. Handwerklich und historisch korrekt sind jedoch nur geschlitzte Kabelschuhe. Warum? Weil damals im Kfz-Handwerk nur geschlitzte Kabelschuhe verwendet wurden und im Zeitraum des Startens mehrere Hundert Ampere von der Batterie zum Starter unterwegs sind. Die Verbindung zwischen Kupferlitze und geschlitztem Kabelschuh, dessen Flanken vergleichbar zum typischen 6,3-Millimeter-Flachstecker eingerollt sind, kann das leisten, ein meist per Dornschlag oder Dornzange fixierter Rohrkabelschuh hingegen nicht, zumindest nicht auf Dauer.