Fahrzeugaufbereitung Mit Trockeneis und Trockendampf

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 4 min Lesedauer

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Für die optische Aufbereitung von Fahrzeugen stehen heute Geräte zur Verfügung, die noch vor wenigen Jahren in Kfz-Betrieben kaum bekannt waren. Bei Autopflege Kunic weiß man von deren Vor- und Nachteilen. Denn in manchen Fällen ist auch Vorsicht geboten.

Trockeneis- (rechts) und Trockendampfstrahler erleichtern heute vielen Fahrzeugaufbereitern die Arbeit.(Bild:  Diehl – VCG)
Trockeneis- (rechts) und Trockendampfstrahler erleichtern heute vielen Fahrzeugaufbereitern die Arbeit.
(Bild: Diehl – VCG)

Das A und O sind gute Staubsauger“, sagt Semir Kunic gleich zu Beginn des Besuchs der »kfz-betrieb«-Redaktion über seinen Arbeitsalltag. Der Inhaber von Autopflege Kunic in Hofheim am Taunus ist ein erfahrener Aufbereiter, der innovativen Methoden und Geräten offen gegenübersteht. Deshalb werden auch Trockeneis- und Trockendampfstrahler seit vielen Jahren von ihm und seinem Team für die optische Aufbereitung von Fahrzeugen genutzt.

Bei Trockeneis handelt es sich um Kohlendioxid (CO2) im festen Aggregatzustand, der unter normalem Umgebungsdruck bis minus 78,5 Grad Celsius vorliegt. Darüber wechselt Trockeneis den Aggregatzustand, geht aber nicht in flüssiges, sondern direkt in gasförmiges Kohlendioxid über. Der Fachbegriff hierfür lautet Sublimation. Dabei steigert sich das Volumen auf das 760-fache. Hergestellt wird Trockeneis in mehreren Schritten: Kohlendioxid unter Druck verflüssigen, dann den Druck wegnehmen und den entstandenen gefrorenen Kohlensäureschnee in Form pressen (hier: Pellets). Die Temperaturreduzierung begründet sich mit dem Verdampfen eines Teils des Kohlendioxids und dem damit verbundenen Wärmeentzug beim flüssig verbliebenen Rest des Kohlendioxids. Auch hierfür gibt es einen Fachbegriff: Joule-Thomson-Effekt.