Mitsubishi: „Jeder ist heiß auf den Eclipse Cross“

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Im vergangenen Jahr hat Mitsubishi in Deutschland knapp 40.000 Neuwagen verkauft. Wie sieht Ihr Absatzziel für 2017 aus?

Wir wollen weiter wachsen. Im Moment sind wir sehr zufrieden, im April haben wir beispielsweise entgegen dem allgemeinen Trend auf dem Markt zulegen können. Im bisherigen Jahr liegen wir über unserem Soll. Es wäre natürlich super, wenn wir das weiterhin schaffen könnten. Wir nehmen auf jeden Fall den Fuß nicht vom Gas.

In welchem Ausmaß bekommen Ihre Händler die derzeitige Skepsis gegenüber dem Diesel zu spüren?

Das Thema beschäftigt die Kunden, das kommt auch bei unseren Händlern an. Es fehlt allen die Klarheit, was denn nun Sache ist. Wenn ein Kunde von möglichen Fahrverboten liest, wartet er naturgemäß erst einmal ab und hinterfragt vielmehr, ob er noch einen Diesel kaufen soll. Um das ganze Ausmaß der Diesel-Affäre abzuschätzen, ist es noch zu früh, da gibt es auch regionale Unterschiede. Im ländlichen Raum ist das bislang kaum ein Thema. In Ballungsräumen, gerade in Stuttgart und Hamburg, wo eben Fahrverbote im Raum stehen, ist die Skepsis dagegen deutlich spürbar. Wir müssen abwarten, bis dort Fakten geschaffen werden.

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Setzt Mitsubishi in Zukunft überhaupt noch auf den Diesel?

Im Moment sehe ich noch keine Abkehr vom Diesel. Dafür ist er bei zu vielen Kunden zu beliebt. Man sollte den Diesel auch nicht verteufeln. Dennoch wird sich der Anteil klar in Richtung Benziner verlagern. Uns stört das aber nicht, da wir sowieso noch stärker auf Plug-in-Hybride und Elektromobilität setzen wollen. In meinen Augen ist das der perfekte Antrieb für die Zukunft.

Wird man bei Mitsubishi künftig einen stärkeren Einfluss des neuen Großanteilseigners Nissan spüren?

Die Hersteller wollen zunächst vor allem in Einkauf und Logistik eng kooperieren. Wir sind gespannt, was sich aus den bisherigen Gesprächen entwickelt. Sicher wird es einige Synergien geben, aber Eines ist auch ganz klar: Mitsubishi bleibt weiter eine eigenständige Marke.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility