Mitsubishi: „Jeder ist heiß auf den Eclipse Cross“

Autor: Christoph Seyerlein

Mitsubishi befindet sich in Deutschland klar im Aufwind. Der neue Geschäftsführer Kolja Rebstock will die Wachstumsstory fortschreiben. Im Gespräch mit »kfz-betrieb« erläutert er seine Ansätze.

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(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Seit April leitet Kolja Rebstock die Geschäfte bei Mitsubishi Motors Deutschland. Der ehemalige Daimler-Manager hat den Posten von Werner H. Frey übernommen, der die Marke in den vergangenen drei Jahren hierzulande deutlich nach vorne gebracht hatte. Im Interview mit »kfz-betrieb« äußert sich Rebstock zu seinen Plänen und Zielen mit Mitsubishi.

Herr Rebstock, wie ist Ihr bisheriger Eindruck von der Stimmung im Mitsubishi-Händlernetz und in der Organisation?

Ich bin enorm freundlich und positiv begrüßt worden. Diese Offenheit ist für mich ganz wichtig, da ich die Wachstumsstory der letzten Jahre von Mitsubishi in Deutschland fortschreiben will. Ich habe bereits einige Händler besucht und mich mit weiteren Partnern auf Veranstaltungen ausgetauscht. Mich hat beeindruckt, mit welcher Begeisterung für die Marke Mitsubishi unsere Partner arbeiten. Eines ist ganz klar: Wir sind als Importeur vollkommen abhängig davon, dass unsere Händler Kunden für Autos von Mitsubishi begeistern. Das funktioniert aus meiner Sicht derzeit hervorragend.

Welche Punkte stehen auf Ihrer Agenda ganz oben?

Mir ist Kontinuität sehr wichtig. Wir haben in den letzten drei Jahren unser Absatzvolumen verdoppeln können. An diese Erfolge wollen wir anknüpfen. Außerdem möchte ich unsere Alleinstellungsmerkmale weiter schärfen. Wir haben einige Gebiete, in denen wir dem Wettbewerb voraus sind. Ich denke da beispielsweise an bidirektionales Laden. Der Outlander ist nicht aus Zufall der meistverkaufte Plug-in-Hybrid in Europa. Steckdosen mit 230 Volt serienmäßig an Bord hat sonst niemand.

Ihre Modellpalette wächst bald um ein neues Kompakt-SUV. Gibt es schon einen Termin für die Einführung des Eclipse Cross?

Der Eclipse Cross wird für uns ein äußerst wichtiges Auto, da wir in den letzten Jahren nicht so viele echte Modellneuheiten eingeführt haben. Deshalb wollen wir das Auto auch so schnell wie möglich auf den Markt bringen. Wir gehen fest davon aus, dass wir unseren Händlern noch in diesem Jahr die ersten Modelle zur Verfügung stellen können.

Welche Antriebsarten wird es in dem neuen Auto geben, auch einen Plug-in-Hybrid oder gar einen reinen Elektroantrieb?

Zur Markteinführung werden wir den Eclipse Cross zunächst mit konventionellen Verbrennungsmotoren anbieten. Darauf liegt im Moment der Fokus, alles Weitere wird sich zeigen. Die Plattform, auf der das Auto steht, lässt uns auf jeden Fall alle Optionen offen.

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Was erhoffen Sie sich allgemein vom neuen Modell? Zuletzt stand ein Absatzziel von 3.000 Einheiten vom Start weg im Raum.

Das hängt auch davon ab, wie viele Fahrzeuge uns der Hersteller zur Verfügung stellt. Jeder Mitsubishi-Importeur ist heiß auf das Auto. Ich sehe uns aber in einer guten Position, immerhin ist Deutschland Mitsubishis größter Absatzmarkt in Europa. Deswegen halte ich 3.000 Einheiten durchaus für realistisch. Wichtiger als das Volumen ist mir aber, dass das Auto selbst gut bei den Kunden ankommt. Wenn uns das gelingt, wird es unseren Händlern automatisch leichter fallen, größere Stückzahlen zu verkaufen. Übrigens freuen sich unsere Partner schon sehr auf das Auto. Da herrscht eine größere Begeisterung als bei Händlern von Marken, die jedes Jahr mehrere neue Modelle einführen.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility