Moderne Mess- und Prüftechnik

Anbieter zeigen in Frankfurt Neues und Bewährtes für zeitgemäße Fahrzeuginstandhaltung

13.08.2007 | Autor: Steffen Dominsky

Gutmann Messtechnik zeigt auf seinem Stand das komplette Diagnoseprogramm. Das Finanzierungsmodell „0 auf 100“ läuft noch bis zum letzten Messetag in Frankfurt.
Gutmann Messtechnik zeigt auf seinem Stand das komplette Diagnoseprogramm. Das Finanzierungsmodell „0 auf 100“ läuft noch bis zum letzten Messetag in Frankfurt.

Die Firma Gutmann Messtechnik präsentiert in Frankfurt keine kurzlebigen Neuheiten, sondern langfristige Dauerbrenner. Zu sehen gibt es auf dem Messestand den Klassiker Mega Macs 55, die ausgewachsene Prüfstation für echte Diagnoseprofis. In Verbindung mit dem Vier-Gas-Abgastester GM3 deckt dieser alle Bereiche moderner Fahrzeuganalyse und Messtechnik ab.

Außerdem bringt das Ihringer Unternehmen den kleinen und handlichen Mega Macs 50 für Pkw und den Mega Macs 50 Moto für Zweiräder mit zur IAA. Dieser so genannte Handhelt-Tester eignet sich ganz besonders für den flexiblen Einsatz in und außerhalb der Werkstatt. Gleiches gilt auch für den Mega Macs 40, der im Jackentaschenformat das ideale Werkzeug für Fehlerauslese und -rückstellungen ist.

Ein attraktives Finanzierungsmodell bietet Gutmann den Werkstätten bis einschließlich 23. September mit seiner „0 auf 100“-Aktion. Sie umfasst die so genannten Prolizenzen. Dabei kann der Betrieb das jeweilige Gerät für einen festen Betrag 50 bzw. 55 Monate lang inklusive aller Services wie Hotline, Updates etc. nutzen. Anschließend geht der Tester in sein Eigentum über.

Angebot erweitert

WOW, die Diagnosesparte der Adolf Würth GmbH und Co. KG, präsentiert sich auf der IAA erstmals als Komplettanbieter mit drei Neuheiten. Komplett deshalb, da das Produktangebot der Künzelsauer in der Werkstatttechnik um den Bereich Reifenservice, Hebe- und Bremsenprüftechnik sowie Klimatechnik erweitert wurde.

Neues gibt es vor allem auch in der Fahrzeugdiagnose zu sehen. Star von WOW in Frankfurt ist der neue IQ 300 – ein handlicher Tablet-PC, der in Verbindung mit dem Fahrzeugauslesemodul Snooper für umfassende Diagnose- und Messfunktionen im Pkw-Bereich sorgt. Bluetooth-Technologie und eine W-Lan-Verbindung sorgen zudem für zeitgemäßes Arbeiten. Auch die bereits bekannten Produkte hat WOW technisch umfangreich verbessert. Erkennbar ist dies unter anderem an den neuen Modellbezeichnungen: IQ 200 für die Laptop-Variante bzw. IQ 100 für die Taschen-PC-Variante der WOW-Diagnosegeräte. Dritte Neuheit auf der Messe ist die bekannte Diagnosesoftware, die WOW jetzt auch für Nutzfahrzeuge anbietet. In Verbindung mit dem IQ 300 erlaubt sie der Werkstatt, die Systeme vieler bekannter Lkw- aber auch Brems- und Federungshersteller zu diagnostizieren.

Würth/WOW bietet den Werkstätten eine attraktive Finanzierung im Rahmen eines Leasingmodells an. Betriebe haben hierbei die Möglichkeit, durch ihren C-Teile-Umsatz (d. h. Werkstattmittel, Betriebsstoffe, etc.) bis zu 100 Prozent der Leasingkosten zurückerstattet zu bekommen.

Sportwagen prüfen

Der große italienische Diagnosespezialist Texa präsentiert dieses Jahr zum ersten Mal auch in Frankfurt seine Produkte. Vorgestellt werden die Diagnosegeräte Axone 3 Mobile, Axone 2000 und Pegaso Mobile. Ebenso zu sehen sind die Diagnose-Schnittstellengeräte der Navigator-Familie und die Tribox. Damit lassen sich alle gängigen Fahrzeuge, vom Pkw über Leicht- und Schwer-Lkw bis hin zu Motorrädern, elektronisch prüfen, messen und einstellen.

Mit der neuen Version 27 seiner Diagnosesoftware stellt Texa als erster Gerätehersteller interessierten Werkstätten ein Diagnosewerkzeug für ausgefallene Fahrzeugtypen zur Verfügung. Mit dem „Supercar“ genannten Programm lassen sich neben den gängigen Fahrzeugen der Großserienhersteller auch Sportwagen-Exoten wie Porsche, Ferrari, Maserati, Lamborghini und Lotus diagnostizieren. Ebenso können sich Kfz-Betriebe auf dem Texa-Stand über Klimaser-vice- und AU-Geräte informieren.

Flexray-kompatibel

AVL aus dem fränkischen Fürth zeigt seine umfangreiche Diagnose- und Abgasgerätepalette. Für das vor Kurzem vorgestellte Dix-Drive-Pocket gibt es jetzt eine Blutooth-Verbindung.

Die Dix-AU- und Diagnose-Stationen lassen sich ab sofort mit einer leichten und robusten Funkfernbedienung nachrüsten – das spart lästiges „Hin- und Hergerenne“ zum Beispiel während der Abgasuntersuchung.

Zudem präsentiert AVL zur IAA die neue Diagonsesoftware-Version 16. Mit ihr können Betriebe jetzt nicht nur zahlreiche Pkw, sondern auch leichte und schwere Nutzfahrzeuge diagnostizieren. Die Zahl der prüfbaren Modelle, allen voran viele Mercedes-Fahrzeuge, wird von den Fürthern in den kommenden Wochen spürbar erweitert werden.

Auch im Bereich Pkw setzt die Version 16 der AVL-Software auf Expansion. So kann diese bereits mit den neuen Datenbussystemen wie Flexray kommunizieren, das zum Beispiel BMW verbaut.

Nahezu berührungslos

Die Firma Techmess aus dem württembergischen Gunningen zeigt Kfz-Btrieben und Werkstätten ihre vielseitige Produktpalette. Zu sehen bekommen Werkstattbesitzer unterschiedliche Diagnose- und Klimaservicegeräte sowie das neue Common-Rail-Wartungssystem, das eine exakte Überprüfung der Einspritzinjektoren ermöglicht.

Mit auf dem Messestand sind die bekannten Abgasgeräte der Marke Brainbee, die jetzt auch kabellos gesteuert werden können. Der Techmobil – eine leicht zu tranportierende AU-Geräteausführung – ist speziell für mobile Prüfer und Sachverständige interessant.

Highlight bei Techmess ist ein berührungsloses Achsvermessungssystem. Kunden können sich in Frankfurt erstmals über das Gerät informieren, das jetzt neu auf dem deutschen Markt erscheint und mit einem attraktiven Preis aufwarten soll.

Aus einer Hand

Delphi reist mit zahlreichen Innovationen im Gepäck nach Frankfurt. Schwerpunkt sind Neuentwicklungen im Bereich Erstausrüstung. So zeigen die Amerikaner für den Motorensektor ihr neues Benzindirekteinspritzsystem, das bereits die kommenden Euro-6-Abgaswerte erfüllt. Ebenfalls zu sehen ist ein überarbeitetes Common-Rail-System für Dieselfahrzeuge, das mit Drücken von bis zu 1 800 bar arbeitet.

Premiere feiert auf der IAA ein elektronischer Batteriesensor – Stichwort Batteriemanagement – sowie eine neue Generation von Elektrokabeln. Neben Produkten aus der Sparte Unterhaltung und Infotainment können sich Betriebe rund um das Thema Diagnose und Klimawartung am Delphi-Stand informieren.

Der französische Elektronikexperte Actia zeigt auf der IAA sein Multimarken-Diagnosegerät Multidiag. Der Tester lässt sich mit einem Oszilloskop-Modul zu einer Messstation erweitern und bietet Betrieben so umfangreiche Diagnosemöglichkeiten.

Ebenso können sich Werkstätten über den Smartech informieren. Dieser digitale Fahrtenschreiber eignet sich für den Einbau in moderne Fahrzeuge – Pkw wie Lkw – die aufgrund ihres gewerblichen Einsatzes einen solchen verbaut haben müssen.

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