BMW Group Modernisierung auf allen Ebenen

Von Silvia Lulei 3 min Lesedauer

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Agenturvertrieb, neues Showroom-Konzept, neue Fahrzeuge – bei der BMW Group ist einiges in Bewegung, auch wenn der Direktvertrieb für die Marke BMW erst mal zu stocken scheint.

Rollt Ende des Jahres auf den Straßen: der neue BMW iX3, das erste Modell der "Neuen Klasse".(Bild:  UWE FISCHER)
Rollt Ende des Jahres auf den Straßen: der neue BMW iX3, das erste Modell der "Neuen Klasse".
(Bild: UWE FISCHER)

Die BMW Group hält am Agenturvertrieb fest: Seit März werden auch in Großbritannien, Spanien, Portugal, den Niederlanden und Irland Mini-Fahrzeuge per Direktvertrieb verkauft. Für die Marke Mini läuft der Roll-Out des Agentursystems nach Auskunft der BMW Group planmäßig. In Deutschland wurden die Mini-Händler im Oktober 2024 auf das neue Vertriebssystem für Neu- und junge Gebrauchtwagen umgestellt. Eigentlich sollte ab 2026 die Marke BMW auf den Direktvertrieb umgestellt werden, doch die Erfahrungen und notwendigen Nachjustierungen bei Mini führten dazu, dass dieses Vorhaben wohl nicht eingehalten wird. Im Februar informierte BMW die Handelspartner, dass der Rollout-Plan überarbeitet wird. Ein konkreter Zeitpunkt, wann es soweit sein wird, steht noch nicht fest. Was den Händlern ganz recht zu sein scheint. Denn angesichts der Bedeutung der Marke BMW für das Handelsgeschäft befürworten sie es, dass das Vorhaben im Vorfeld so justiert wird, dass Kunden nicht wegen holpriger Prozessabläufe verärgert werden oder verloren gehen.

Parallel dazu setzt die BMW Group das Projekt „Retail Next“ um. Mehrere Hundert Millionen Euro investiert der Hersteller in den Umbau seiner Niederlassungen. Hamburg und München sind die ersten Niederlassungen, die das neue Retailkonzept umgesetzt haben. Weitere Standorte folgen bis 2028. Und auch Händlerbetriebe investieren in die neuen Standards, die physisches Kauferlebnis und digitale Services miteinander verbinden. Welche Investitionssummen dabei auf den Handel zukommen, lasse sich schwer sagen, so Christian Ach, Leiter Markt Deutschland. Viele Unternehmer würden die Gelegenheit für Modernisierungen am Gebäude nutzen; damit würden sich die Aufwände nicht immer sauber abgrenzen lassen. Grundsätzlich könne aber alles in der bestehenden Immobilie umgesetzt und einzelne Elemente wie die Musterwand in das neue Konzept integriert werden. „Das war uns wichtig: Retail Next wird in bestehende Gebäude integriert, mit individuellen Anpassungen der CI aufgrund der gegebenen Gebäudestruktur“, erläutert Ach.