Motorenschaden setzt Porsche GT3 in Brand

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der Rückruf des Porsche GT3 hat es in sich. Nachdem zwei Exemplare des Supersportwagens ausgebrannt waren, hat der Hersteller die Ursache gefunden und greift zu drastischen Maßnahmen.

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Nach dem Brand eines Porsche GT3 in St. Gallen und eines weiteren Modells in Süditalien tauscht der Hersteller nun die Motoren der Baureihe.
Nach dem Brand eines Porsche GT3 in St. Gallen und eines weiteren Modells in Süditalien tauscht der Hersteller nun die Motoren der Baureihe.
(Foto: Kantonspolizei St. Gallen)

Der Rückruf der kompletten aktuellen Baureihe des Porsche 911 GT3 wird für den Sportwagenhersteller teuer. Wegen der Brandgefahr, die in mindestens zwei Fällen bereits zum Totalverlust des Autos führte, tauscht der Hersteller nun den kompletten Motor der Fahrzeuge.

Wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom Dienstag erläutert, war der Auslöser der Brände eine defekte Pleuel-Verschraubung. Das Pleuel habe sich lösen und dann das Kurbelgehäuse beschädigen können. Dieser Motorschaden habe in beiden Fällen dazu geführt, dass Öl ausgetreten war und sich entflammt hatte. Nach zwei Bränden in der Schweiz und in Italien hatte der Hersteller alle 785 ausgelieferten Fahrzeuge zurückgerufen und alle weiteren Auslieferungen gestoppt. Die Wagen kosten in Deutschland laut dem Listenpreis mindestens 137.000 Euro.

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Der erste Porsche brannte Anfang Februar in der Schweiz vollkommen aus, nachdem zunächst aus dem Motor Öl und Rauch ausgetreten waren. Eine Woche später brannte dann ein Modell in Süditalien ab. Techniker hatten nach Bekanntwerden der Vorfälle die Autos eingehend untersucht. Um weitere Risiken auszuschließen, hatte Porsche zudem die Kunden aufgerufen, die betroffenen 785 Fahrzeuge bis auf Weiteres stehen und durch die Porsche-Zentren abholen zu lassen.

Zur Behebung des Fehlers werden nun in allen GT3-Modellen des Modelljahrs 2014 – auch den noch nicht ausgelieferten – Motoren mit einer optimierten Verschraubung verbaut. Die Käufer würden von den zuständigen Porsche-Zentren kontaktiert, um die Vorgehensweise zu besprechen. Porsche weist zudem darauf hin, dass keine weiteren 911-Modelle oder andere Baureihen von dieser Maßnahme betroffen sind.

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